Hinter dem Technologiezentrum soll eine Veranstaltungshalle entstehen. Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha kündigte an, dass es am kommenden Montag ein Gespräch zum Grundstücksankauf geben werde. Archivfoto: FNP
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Hinter dem Technologiezentrum soll eine Veranstaltungshalle entstehen. Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha kündigte an, dass es am kommenden Montag ein Gespräch zum Grundstücksankauf geben werde. Archivfoto: FNP

Bauprojekt

Parkplätze, Büros und Fördergeld

Der Sonderausschuss zum Bürgerzentrum in Gustavsburg beschäftigt sich mit den ersten Detailfragen zum Bau der geplanten Sport- und Kulturhalle. Die Vereinsvertreter zeigten sich mit der Entwicklung sehr zufrieden.

Ginsheim-Gustavsburg -In der ersten Sitzung des Sonderausschusses zum Zwei-Standorte-Vorhaben Bürgerzentrum im Gustavsburger Ortskern sowie Sport- und Kulturhalle hinter dem TIGZ nach der Sommerpause, beschäftigten sich die Mitglieder mit ersten Detailfragen.

Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha (parteilos) informierte, dass es am kommenden Montag ein Gespräch zum Grundstücksankauf geben werde. Aktuell sind es 2229 Quadratmeter, welche die Stadt ankaufen müsste. Das seien rund 300 Quadratmeter mehr als ursprünglich kommuniziert, da die Halle ein wenig größer ausfallen werde. Dazu kündigte der Bürgermeister eine Eilvorlage der Verwaltung zur anstehenden Gremienrunde an.

"Wir sind Herr des Verfahrens"

Aktuell sollen für die Sport- und Kulturhalle 40 Parkplätze ausgewiesen werden. Fünf weitere Parkplätze würde das TIGZ zur Verfügung stellen. Rolf Leinz (Freie Wähler) bat um Prüfung, ob der Bereich zwischen den beiden Bahnlinien für weitere Parkplätze in Betracht gezogen werden könnte. An dieser Stelle seien durchaus weitere 100 Parkplätze möglich. Dazu entgegnete Bürgermeister Puttnins-von Trotha direkt, dass der Bereich als Grünfläche vorgesehen sei. Dann sollte wenigstens die Möglichkeit einer Kombination von Grün und Parkplätzen geprüft werden, gab Leinz dem Bürgermeister mit auf den Weg.

Thorsten Siehr (SPD) verwies darauf, dass man die Zahl der Parkplätze über den für die Sport- und Kulturhalle zu erstellenden Bebauungsplan regeln sollte, da die Stellplatzsatzung der Stadt an dieser Stelle wohl nicht umzusetzen sei. Dem pflichtete Puttnins-von Trotha bei: "Das ist kein Problem, wir sind in der Angelegenheit ja Herr des Verfahrens." Zu dieser Frage gab der Sonderausschuss bei einer Gegenstimme aus der CDU grünes Licht.

Aus den Reihen der CDU kam die Nachfrage, ob die neue Veranstaltungshalle beziehungsweise das TIGZ nach Freigabe der nahe gelegenen Bahnunterführung mit einer Haltestelle an den ÖPNV angeschlossen werden. Dies bestätigte der Bürgermeister. Während der Sitzung bekamen die Ausschussmitglieder eine aktuelle Information zum Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur", die das geplante Bürgerzentrum betrifft. Demnach kann die Stadt mit bis zu 1,2 Millionen Euro rechnen. Nicht gefördert werden Wohnungen, ein Bistro und Verwaltungseinheiten. "Voraussetzung für eine Förderung ist, dass im Bürgerzentrum soziale und integrative Aktivitäten stattfinden, was ja gegeben ist", erläuterte der Bürgermeister dazu.

Zwei Fachbereiche ziehen ein

Nach aktuellem Stand ziehen ins Bürgerzentrum auch zwei Fachbereiche der Verwaltung, die 19 Büros benötigen. Hinzu kommen ein Trauzimmer, das Bürgerbüro und ein Archivraum. Außerdem benötigt die Verwaltung Personalräume, eine Teeküche sowie weitere Räume. Möglich wäre laut Bürgermeister auch, perspektivisch einen Raum für eine Postfiliale vorzuhalten. Durchaus zu diskutieren sei, ob das neue Bürgerzentrum ein Restaurant und Wohnungen bekommen soll.

Die im Ausschuss vertretenen Vereine zeigten sich mit der aktuellen Entwicklung sehr zufrieden, besonders mit der Zwei-Standorte-Lösung. Aber man dürfe nicht das Gustavsburger Haus der Vereine aus dem Blick verlieren, so die Mahnung des SKB. Wie Bürgermeister Puttnins-von Trotha noch mitteilte, soll das Bürgerzentrum mit "Haus der Zukunft" benannt werden. Ralph Keim

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