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Die Albert-Schweitzer-Schule soll in eine Ganztagsschule umgewandelt werden. Die Sporthalle ist derzeit Thema in den politischen Gremien. Foto: Ralph Keim

Sportstätte

Politik fordert vollwertigen Ersatz für Turnhalle

Die Albert-Schweitzer-Schule soll für den Ganztagsbetrieb erweitert werden. Dazu soll der Kreis zeitnah ein Konzept vorlegen.

Ginsheim-Gustavsburg -Wie geht es mit der Ginsheimer Albert-Schweitzer-Schule und ihrer in die Jahre gekommenen Turnhalle weiter? Geplant ist, dass die Grundschule für den Ganztagsbetrieb ausgeweitet werden soll. Deswegen soll der Kreis eine Turnhalle neu bauen oder die bestehende Turnhalle grundlegend sanieren. Die Halle soll dann auch den Vereinen zur Verfügung stehen. So zumindest fordert es die CDU - allerdings nicht über einen Antrag, sondern über eine Resolution, die jetzt durch die aktuelle politische Gremienrunde läuft.

Dazu soll der Kreis zeitnah ein Konzept vorlegen. Die SPD kontert mit einem konkurrierenden Antrag, über den sie den Kreis explizit auffordert, die Hallenkapazität der Albert-Schweitzer-Schule zu erhalten. Dazu soll ein Außensportgelände geschaffen werden, das den Anforderungen der Schüler gerecht wird.

Noch keine Frist gesetzt

Die Kreistagsmitglieder aus Ginsheim-Gustavsburg sollen darauf hinwirken, fordert die SPD. Die Gremien der Stadt sollen schließlich rechtzeitig ein Konzept vorgelegt bekommen. Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha (parteilos) informierte dazu, dass es zur Umwandlung der Albert-Schweitzer-Schule in eine Ganztagsschule noch keinen zeitlichen Rahmen gebe.

Resolution oder Antrag - zumindest zu dieser Frage zeigte sich die CDU gesprächsbereit. Gut möglich, dass aus beiden Papieren bis zur Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag ein gemeinsamer Antrag wird.

Vor diesem Hintergrund steht eine weitere Resolution der CDU an Landrat Thomas Will (SPD) und den Kreistag, wonach im Haushaltsjahr 2021 auf die Erhöhung der Kreis- und Schulumlage verzichtet werden soll. Die Ginsheim-Gustavsburger Kreistagsmitglieder sollen ihren Beitrag dazu leisten, indem sie eine entsprechende Vorlage ablehnen. Landrat Will möge den Kreis-Haushalt so gestalten, dass über Einsparungen auf eine Erhöhung der Umlage verzichtet werden kann.

"Überrascht und irritiert" zeigte sich dazu SPD-Fraktionsvorsitzende Melanie Wegling, die der CDU Wahlkampfmanöver attestierte. Die Schulen im Kreis seien sehr gut ausgestattet, da der Kreis seit Jahren entsprechend gut in die Schulen investiere. "Der Kreis stopft sich mit der Umlage ja nicht die Taschen voll." Als weiteres aktuelles Beispiel nannte Wegling die Corona-bedingt zusätzlich eingesetzten Schulbusse und kündigte die Ablehnung an. Dem schloss sich Rolf Leinz, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, vollumfänglich an.

Auch Grünen-Fraktionsvorsitzender Claus Rethorn verwies auf die anstehende Kommunalwahl. Mit ihrer Resolution wolle die CDU den Kreistag zum "Buhmann" machen. Auch die Grünen werden also die Resolution ablehnen. Bürgermeister Puttnins-von Trotha beteiligte sich an der Diskussion, indem er darauf hinwies, dass es nicht angebracht sei, den Landrat pauschal zu loben. Eine weitere Resolution der CDU nimmt die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und den Deutschen Fußballbund (DFB) in die Pflicht.

Unterstützung für Amateur-Kicker

Sie sollen die von den Corona-Auswirkungen gebeutelten Fußball-Amateurvereine "im Rahmen ihrer Möglichkeiten" finanziell unterstützen. Gerne kann die Unterstützungsoffensive auch auf weitere Sportvereine ausgeweitet werden, ist man bei der CDU bereit, das Papier noch zu ergänzen.

Ob wenigstens diese Resolution Chancen hat, in der Stadtverordnetenversammlung durchzukommen, ist jedoch ebenfalls fraglich. "Grundsätzlich ist eine solche Resolution zu unterstützen", kommentierte Rolf Leinz, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, der jedoch in der praktischen Umsetzung Probleme sieht.

Carsten Nickel (SPD) machte darauf aufmerksam, dass die DFL der falsche Ansprechpartner sei. Grünen-Fraktionsvorsitzender Rethorn nannte die Resolution "unbrauchbar" und machte auf entsprechende Corona-Zuschüsse seitens des Bundes aufmerksam. Wegen Beratungsbedarf wurde im Ausschuss nicht abgestimmt.

Ralph Keim

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