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Die SPD fordert, dass die Ginsheimer Filiale der Kreissparkasse erhalten bleibt. Foto: Keim

Bank

Sparkasse soll erhalten bleiben

Die Filiale in Ginsheim hat nach dem Lockdown nicht wieder geöffnet. Die SPD fordert jetzt in einer Resolution, dass an dem Standort festgehalten wird.

Ginsheim-Gustavsburg -Die Filiale der Kreisparkasse in Ginsheim soll dauerhaft erhalten bleiben. Dies fordert die SPD, die dazu in die aktuelle Gremienrunde eine entsprechende Resolution eingebracht hat. Diese Resolution richtet sich auch an Landrat Thomas Will (SPD), der sich in seiner Funktion als Vorsitzender des Verwaltungsrats der Kreissparkasse dafür stark machen soll.

Wie Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha (parteilos) berichtete, habe die Kreissparkasse ihm mitgeteilt, dass es derzeit nicht geplant sei, die Filiale zu schließen. Dennoch will die SPD ihre Mahnung an die Bank erst einmal aufrecht erhalten, intern aber noch einmal darüber diskutieren.

Hintergrund der Resolution: Im Zuge des Corona-Lockdowns Mitte März sei die Kreissparkasse in Ginsheim geschlossen und nicht mehr geöffnet worden. Daran soll sich nichts ändern, habe Anfang September eine Nachfrage der SPD ergeben. Zudem verweist die SPD darauf, dass die Filiale in Gustavsburg schon vor längerer Zeit geschlossen und das Gebäude inzwischen abgerissen wurde.

Bekommen die Bürger - zumindest diejenigen, die es brauchen - einen Windelsack, ähnlich wie der "Taunussteiner Windelsack"? Die CDU will jedenfalls prüfen lassen, ob solche Säcke ergänzend zur regulären Müllentsorgung zur Verfügung gestellt werden könnten. Angesprochen seien nicht allein Eltern von Babys, sondern auch Erwachsene, die unter Inkontinenz leiden. Bis auf die SPD findet dieser Antrag breite Zustimmung.

Hinweisschilder für Touristen

Die Freien Wähler wollen überprüft wissen, ob und wo an den Ufern von Main und Rhein Hinweisschilder mit dem Städtenamen Ginsheim-Gustavsburg angebracht werden können. Damit könnten besonders die Passagiere von Kreuzfahrtschiffen erfahren, welche Stadt sie mit welchen Sehenswürdigkeiten gerade passieren - ähnlich wie es die Kommunen am Mittelrhein praktizieren. Dies habe positive Auswirkungen auf den Bekanntheitsgrad der Stadt. Bürgermeister Puttnins-von Trotha verwies auf den Verwaltungs- und Kostenaufwand. Er sieht den Antrag daher als kritisch.

Ähnlich sieht es Thorsten Siehr (SPD), der die Frage in den Raum stellte, was der Schiffspassagier mit den Informationen anfange, zumal er dort nicht an Land gehen könne. Die SPD werde diesen Prüfantrag daher ablehnen. Jochen Schäfers (CDU) hinterfragte die Zuständigkeit des Vorhabens und kündigte ebenfalls Ablehnung an, ebenso die Grünen.

Ebenfalls die Freien Wähler würden einen Autorenwettbewerb zur Corona-Pandemie begrüßen. Dazu soll das Projekt "Corona-Pandemie in der Stadt Ginsheim-Gustavsburg" initiiert werden, bei dem die Verwaltung Stimmungsbilder aus der Bevölkerung einholen und sammeln soll. Diese sollen dann öffentlich präsentiert und von der Stadt auch prämiert werden.

Verwaltung nicht der richtige Adressat

Ablehnung kommt jedoch von den Grünen, der CDU und der SPD, die die Verwaltung als den nicht passenden Adressaten sehen. Hinzu komme, dass die Verwaltung sowieso genug mit Anträgen zu tun habe. Somit dürfte auch dieser Antrag in der abschließenden Stadtverordnetenversammlung kaum Chancen haben.

Nach einer Vorlage der Verwaltung lässt der Kreis drei Rad-Schnellwegeverbindungen prüfen, darunter die von Kelsterbach über Gustavsburg nach Mainz. Für Puttnins-von Trotha ist es wichtig, dass es bei solch einer Verbindung keine Konfrontation zwischen Radfahrern und Fußgängern geben wird.

Der Rathauschef berichtete zudem, dass die Volksbank Mainspitze mit 1000 Euro eine Sitzbank sponsert, die vor dem TIGZ installiert wird.

Ralph Keim

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