Sabine Bächle-Scholz, Sonja Heuser und Maren Nassau vom Lions Club packen die Tüten zusammen.
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Sabine Bächle-Scholz, Sonja Heuser und Maren Nassau vom Lions Club packen die Tüten zusammen.

Nach dem Hochwasser

Wundertüten für den guten Zweck

  • Anna Grösch
    VonAnna Grösch
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Der Lions Club verkauft "Überraschungstüten" und will den Flutopfern helfen

Nach den verheerenden Hochwassern im Westen Deutschlands, wollen viele Menschen helfen. Auch der Lions-Club Ginsheim hat sich seine Gedanken gemacht, wie man die Opfer der Katastrophe unterstützen kann. Sonja Heuser, Mitglied und Betreiberin eines Blumenladens in Ginsheim, hatte dann eine Idee.

"Schon als Kind habe ich Wundertüten geliebt", berichtet sie. Die Überraschung, was sich wohl in der Tüte verbirgt, haben ihr stets große Freude bereitet. Also dachte sich Heuser: Warum eigentlich keine Wundertüten für Erwachsene, mit denen man gleichzeitig noch etwas Gutes tut?

Die anderen Mitglieder im Ginsheimer Lions Club fanden die Idee ebenfalls gut, und so ging es los: Zu Hause wurde geschaut, was aussortiert werden kann, trotzdem aber anderen noch eine Freude bereiten könnte. "Dabei sind zum Beispiel viele Bücher zusammengekommen", berichtet Heuser.

Koordiniert mit anderen Clubs

Aber auch Deko-Elemente, Heuser selbst hat im Lager ihres Ladens ausgemistet. Manche Einzelstücke, die nicht mehr verkauft werden, seien zu schön zum Wegwerfen. Auch Vasen oder Blumenbücher haben sich gefunden. Ihre Mitarbeiter und Freunde hätten sich ebenfalls an der Aktion beteiligt, sagt Heuser. Die so zusammengekommenen Sachen hat das Team in braune Papiertüten verpackt, bei denen von außen auch nicht ersichtlich ist, was sich darin befindet. Eine Überraschung soll es ja immerhin werden.

Die Aktion ist kombiniert mit Bemühungen anderer Lions Clubs aus ganz Deutschland, wie Heuser erzählt. "Wir wollen Geld für neue Elektrogeräte in den betroffenen Gebieten sammeln." Geplant sei, damit beispielsweise Kühlschränke anzuschaffen. Sachspenden habe es in den vergangenen Wochen schließlich genug gegeben, Die Helfer an Ort und Stelle hatten darum gebeten, keine Sachspenden in die Katastrophengebiete zu schicken.

Also hätten die deutschen Lions Clubs überlegt, wie man anders helfen könnte. Heuser erzählt: "Die Menschen brauchen ja schließlich Waschmaschinen, Elektroherde, Mikrowellen oder Wasserkocher." Diese Dinge sollen nun aus dem Lions-Fonds bezahlt werden, in den das Geld der unterschiedlichen deutschen Vereine fließt. Das Geld soll dann den Menschen in Rheinland-Pfalz zugute kommen, welcher Ort genau, das sei noch unklar.

"Für jeden etwas dabei"

"Es geht darum, die Menschen zu aktivieren, fünf Euro zu geben", erklärt Heuser. 100 Tüten werden gepackt, 500 Euro sollen also insgesamt zusammenkommen. "Die Leute können dann mit den Inhalten ihrer Wundertüte hoffentlich etwas anfangen. Das ist ja auch der Witz, dass man vorher nicht genau weiß, was drin ist."

Die Wundertüten gibt es von Montag an bei Sonjas BlumenGarten in der Neckarstraße 52 in Ginsheim zu den Ladenöffnungszeiten. Die Tüten sind zunächst auf 100 Stück limitiert. Anna Grösch

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