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Volle Auftragsbücher und eine robuste Binnenwirtschaft wirkten sich positiv auf den deutschen Arbeitsmarkt aus.

Gute Entwicklung

Arbeitslosenquote im Kreis Offenbach gesunken

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Eine gute Entwicklung: Der Kreis Offenbach weist mit 3,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote dieses Jahrzehnts aus. Es sind hier 7489 Frauen und Männer ohne Job, dagegen 2248 Arbeitsstellen derzeit unbesetzt.

Eine gute Entwicklung: Der Kreis Offenbach weist mit 3,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote dieses Jahrzehnts aus. Es sind hier 7489 Frauen und Männer ohne Job, dagegen 2248 Arbeitsstellen derzeit unbesetzt. Mit 4560 Betroffenen ist die Zahl der Hartz IV-Empfänger deutlich höher als der von Arbeitslosengeld lebenden Empfänger von Leistungen nach Sozialgesetzbuch III (2929). Diese Zahlen gab die Bundesagentur für Arbeit gestern bekannt.

Mit 7113 Betroffenen ist die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Groß-Gerau demnach zwar niedriger, aber bei geringerer Bevölkerungsdichte liegt die Arbeitslosenquote mit 4,8 Prozent deutlich höher als im Nachbarkreis. Arbeitslosengeld nach Sozialgesetzbuch (SGB) III erhalten hier 2371 Betroffene, 4742 müssen von Hartz IV-Zuwendungen leben.

Mit diesen Werten liegt der Kreis Offenbach deutlich unter dem hessischen Durchschnitt von 4,4 Prozent, während Groß-Gerau mit 4,8 Prozent klar darüber liegt. Wenig Grund zur Freude macht in beiden Kreisen die Zahl der noch ohne Beschäftigung oder Ausbildung dastehenden jungen Menschen zwischen 15 und 20 Jahren. Das sind in Groß-Gerau 298 (nach 384 im August) Betroffene. Im Kreis Offenbach sank ihre Zahl von 266 auf 205 junge Arbeitslose.

In beiden Kreisen jedoch ist die Tendenz gleich: Obwohl die meisten Unternehmen den Herbst nutzen, nicht nur neue Arbeitsplätze zu schaffen, sondern auch mehr Personal anzuwerben, haben sie hierbei derzeit wenig Glück. Besonders bei dem gewerblichen Personal macht sich ein erheblicher Mangel an Bewerbern für offene Stellen bei den Firmen schmerzhaft bemerkbar.

Besonders die wegen ihrer Flughafennähe dringend auf gewerbliche Mitarbeiter angewiesenen Firmen in Mörfelden-Walldorf und Kelsterbach haben Grund zur Klage. Obwohl sie teilweise bereits übertarifliche Bezahlung anbieten, herrscht auf dem Arbeitsmarkt in der Logistik Mangel an Bewerbern – selbst für einfache Jobs. Dies zeigt sich auch in der Nürnberger Statistik.

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