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Eine Frau hat am Bahnhof Dornberg in Groß-Gerau eine Geldbörse mit 600 Euro Inhalt gefunden.

Groß-Gerau

Frau findet beträchtliche Summe auf dem Bahnsteig

  • Ines Alberti
    vonInes Alberti
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Ein Mann verliert am Bahnhof Dornberg in Groß-Gerau seine Geldbörse mit mehreren hundert Euro. Eine Altenpflegerin findet sie - und gibt sich bescheiden.

  • Am Bahnhof Dornberg in Groß-Gerau verliert ein junger Mann seine Geldbörse.
  • Im Portemonnaie befinden sich 600 Euro.
  • Die Finderin verzichtet auf das, was ihr zusteht.

Groß-Gerau - Ein Griff in die Tasche und man stellt mit Schrecken fest: Wo eigentlich die Geldbörse sitzen sollte, ist keine mehr. In Getümmel und Hektik an einem Bahnhof ist es schnell passiert, dass die Geldbörse aus der Tasche rutscht und am Bahnsteig zurückbleibt. Bemerkt wird das fehlende Stück oftmals erst später. So auch im Fall eines jungen Mannes aus dem Kreis Groß-Gerau, der am Sonntagmittag (06.09.2020) seine Geldbörse am Bahnhof Dornberg in Groß-Gerau verlor, wie das Polizeipräsidium Südhessen mitteilt.

Groß-Gerau: Altenpflegerin findet Geldbörse mit mehreren hundert Euro

Auch wenn der Mann den Verlust seiner Geldbörse nicht sofort bemerkte, dürfte der Schock gesessen haben: Im Portemonnaie trug er nämlich nicht nur persönliche Dokumente, sondern auch nicht weniger als 600 Euro in bar bei sich. Eine aufmerksame Bahnreisende bemerkte die Geldbörse jedoch der Polizei zufolge gegen 13 Uhr am Boden eines Bahnsteigs am Bahnhof Dornberg in Groß-Gerau. Die 45-Jährige, die gerade auf dem Sprung gewesen sei und eine Bahn zu einem dringenden Termin habe nehmen wollen, nahm das Portmonee an sich und verständigte die Polizei.

Da die 45-Jährige, die nach Angaben der Polizei ebenfalls im Kreis Groß-Gerau lebt, zunächst ihren Termin wahrnehmen musste, machte sie mit der Polizei einen Termin zur Übergabe der Geldbörse aus. Etwa eine Stunde nachdem die Altenpflegerin die Geldbörse gefunden hatte, habe sie sie der Polizei übergeben, die daraufhin den Eigentümer der 600 Euro ausfindig machen konnte.

Groß-Gerau: Finderin möchte keinen Finderlohn

Normalerweise steht einem Finder per Gesetz ein Finderlohn zu. Der Finderlohn wird am Wert der gefundenen Sache gemessen. Laut Bürgerlichem Gesetzbuch gibt es bei einem Wert von bis zu 500 Euro einen Finderlohn von fünf Prozent des Wertes. Bei mehr als 500 Euro bekommt man 25 Euro (fünf Prozent von 500) und zusätzlich drei Prozent des zusätzlichen Wertes. Im Fall der gefundenen Geldbörse in Groß-Gerau hätten der ehrlichen Finderin also 28 Euro zugestanden, doch sie lehnte den Finderlohn der Polizei zufolge ausdrücklich ab.

Das wiederum habe der Vater des jungen Mannes, der die 600 Euro bei sich trug, nicht auf sich sitzen lassen wollen und meldete sich bei der Polizei, da er der Finderin für ihre Ehrlichkeit unbedingt etwas zukommen lassen wollte. Obwohl die Altenpflegerin aus dem Kreis Groß-Gerau zunächst keinen Finderlohn haben wollte, wurde man sich der Polizei zufolge doch noch einig und der Vater des Eigentümers konnte sich erkenntlich zeigen. (Ines Alberti)

In Mainz kam es zu einem ähnlichen Fall: Eine Frau findet am Hauptbahnhof Mainz viel Geld. Sie gibt es bei der Polizei ab, doch der Besitzer kann ihr nicht mehr danken.

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