Bürgermeister Groß-Gerau

Sicherer Sieg für Erhard Walther bei der Stichwahl

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Das Stechen musste für Klarheit sorgen. Erhard Walther ging daraus als Sieger hervor. Der CDU-Mann setzte sich gegen eine Frau von der SPD durch.

Ein Wahlbezirk fehlt noch, aber das ist seinen Anhängern herzlich egal. Es gibt Umarmungen und Beifall so laut, dass beinahe die Wände beben. Während er eine Hand nach der anderen schüttelt, wird die Sache durch das vorläufige Endergebnis offiziell: Erhard Walther ist der neue Bürgermeister von Groß-Gerau. 54,4 Prozent der Stimmen vereinigt der Christdemokrat in der Stichwahl auf sich. Der Vorsprung auf Ute Wiegand-Fleischhacker (SPD) ist damit am Ende etwas größer, als sich am Sonntagabend abzeichnet.

Als die Wahllokale schließen, ist der Saal im historischen Rathaus bereits gut gefüllt. Doch wohnen deutlich weniger Menschen der Bekanntgabe des Ergebnisses bei als noch beim ersten Durchgang der Wahl vor zwei Wochen. Auch die Zahl der Kandidaten ist gesunken, von sechs auf zwei.

Dafür fällt diesmal garantiert eine Entscheidung. Und die sieht zunächst extrem knapp aus. Zwar geht der erste Wahlbezirk an Walther, danach wendet sich das Blatt kurz zugunsten von Wiegand-Fleischhacker. Doch aus ihrem hauchdünnen Vorsprung wird bald wieder ein Rückstand. Eine Zeit lang entsteht der Eindruck, es könnte ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Schluss geben. Nachdem ungefähr die Hälfte der Wahlbezirke ausgezählt ist, zeigt sich jedoch, wie Walther langsam aber sicher davon zieht. Am Ende beträgt sein Vorsprung dann doch fast 600 Stimmen.

Walther, von seinem Vorgänger und Parteifreund Stefan Sauer mittlerweile mit Blumenstrauß und Staffelstab versorgt, wirkt, als könne er noch gar nicht so richtig begreifen, was er da gerade geschafft hat:

Rathauschef ist er jetzt – und das immerhin in der Kreisstadt. Er verspüre nun eine gewisse Genugtuung darüber, dass die Wahl so ausgegangen ist, wie er sich das erhofft hat, lautet einer seiner ersten Sätze, nachdem sein Sieg feststeht. „Wir haben Kontinuität und Verlässlichkeit rübergebracht, keine Versprechungen, sondern klare Vorgaben und Ziele“, kommentiert er seinen Wahlerfolg.

Die unterlegene Ute Wiegand-Fleischhacker tröstet sich indes damit, dass Walther im Wahlkampf auf ihre Themen aufgesprungen sei. „Ich denke da zum Beispiel an die barrierefreie Stadt und die Kinderbetreuung“, sagt Wiegand-Fleischhacker.

Nichtsdestotrotz wünsche sie ihm alles Gute für die Gestaltung der Stadt. Um ihm zur Wahl zu gratulieren, schüttelt sie Walther die Hand – hinter ihr eine lange Reihe von Menschen, die es ihr gleichtun wollen.

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