Großbrände in Groß-Gerau: Wasser holte der Löschhubschrauber aus einem nahen Kieswerk.
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Großbrände in Groß-Gerau: Wasser holte der Löschhubschrauber aus einem nahen Kieswerk.

Auffällige Häufung in den letzten Tagen

Großbrände in Groß-Gerau müssen mit Löschhubschrauber bekämpft werden

  • Marcel Richters
    vonMarcel Richters
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Gleich zwei große Brände musste die Feuerwehr in Groß-Gerau bekämpfen. Schon in der Nacht zuvor gab es einen 12-stündigen Einsatz.

  • Gleich zwei Brände beschäftigen die Feuerwehr inGroß-Gerau am Donnerstag
  • Auch ein Löschhubschrauber kam zum Einsatz
  • Brände häufen sich in den letzten Tagen in Groß-Gerau

Groß-Gerau - Gleich zwei Brände musste die Feuerwehr am Donnerstag (02.04.2020) bei Groß-Gerau bekämpfen. Gegen 15.15 Uhr wurde ein Feuer am Hirsländer Weg gemeldet. Es handelte sich um einen Flächenbrand im Feld.

Erschwerte Löscharbeiten im Feld nahe Groß-Gerau

Noch während die Löscharbeiten liefen, wurde rund 400 Meter entfernt ein weiterer Feldbrand gemeldet. Der Brand breitete sich trotz Windstille schnell aus, wie der Wehrführer der FeuerwehrGroß-Gerau Jörg Rüddenklau erklärte.

Da das Gelände schwer zugänglich war und die Versorgung mit Löschwasser erschwert, wurde der Polizeihubschrauber „Ibis 2“ zur Hilfe gerufen. Dieser unterstützte die Löscharbeiten mit einem sogenannten „Bambi-Bucket“, einem Löschwasserbehälter unter dem Hubschrauber mit einem Fassungsvermögen von 800 Litern.

Häufung von Bränden in Groß-Gerau

Durch den Einsatz des Hubschraubers und von Feuerwehrleuten aus Groß-Gerau, Nauheim und Rüsselsheim konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Die Landstraße L 3094 zwischen Groß-Gerau und Nauheim musste für die Dauer der Löscharbeiten gesperrt werden.

Bereits in der Nacht auf Donnerstag hatten in Groß-Gerau 150 Strohballen gebrannt. Die Feuerwehr war rund 12 Stunden im Einsatz, um diesen nächtlichen Brand zu bekämpfen. Schon am 28.03.2020 hatten ebenfalls inGroß-Gerau 260 Strohballen gebrannt. Der Grund für die Häufung der Brände ist noch nicht klar. Die Kriminalpolizei in Rüsselsheim hat bereits die Ermittlungen aufgenommen.

Mehr Feuerwehrleute in Groß-Gerau dank Coronavirus

Zugute kam den Feuerwehrleuten ungewöhnlicherweise das Coronavirus. Denn da viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr derzeit in Kurzarbeit oder dem Homeoffice arbeiten, konnten fast doppelt so viele Feuerwehrleute anrücken wie sonst, berichtet Wehrführer Rüddenklau.

Viele Fahrzeuge sind aber nur halb besetzt, die Besatzung wird mit weiteren Fahrzeugen zum Einsatz gebracht, erklärt Rüddenklau von der Feuerwehr Groß-Gerau. So soll sichergestellt werden, dass die Feuerwehrleute auch im Einsatz den vorgeschriebenen Mindestabstand einhalten können. Sollte es in einem Feuerwehrzug einen Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus geben, so tragen die Feuerwehrleute Masken und Schutzbrillen. 

Anfang dieses Jahres hatten sich ebenfalls Brände im KreisGroß-Gerau gehäuft. Zweimal brannte es in einer Schule. Nach einemBrand in einem Hochhaus im Kreis Groß-Gerau nahm die Kriminalpolizei ebenfalls Ermittlungen auf.

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