Max-Eyth-Schule

Hier wird immer geholfen

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Die Schüler hatten sich sehr gut auf den Markt der Möglichkeiten im Haus des Lebenslangen Lernens vorbereitet. Sie konfrontierten die Institutionen mit vielen Fragen.

Für junge Menschen in schwierigen Situationen gibt es im Kreis Offenbach eine Reihe von Institutionen, die helfen können. Ob es eine ungewollte Schwangerschaft ist, Probleme mit den Eltern, schlechte Noten, Schwierigkeiten bei der Berufsorientierung oder die Aufgabe, eine ordentliche Bewerbung zu erstellen – es gibt in jedem Fall jemanden, der helfen kann. Um dieses Angebot unter den Schülern bekannter zu machen, hat die Max-Eyth-Schule schon vor 13 Jahren den „Markt der Möglichkeiten“ eingeführt. „Im Laufe der Jahre ist das Angebot immer mehr gewachsen, inzwischen stellen sich an diesem Vormittag 18 Institutionen unseren Schülern vor“, erklärt Sabine Kruckow-Nestler, die den Markt koordiniert.

Die Pro Arbeit des Kreises Offenbach ist genauso vertreten, wie die Pro Familia, der Kinderschutzbund, das Suchthilfezentrum Wildhof, das Zentrum für Weiterbildung oder der Internationale Bund. Jugendliche aus der Berufsfachschule, dem Berufsvorbereitungsjahr, der Innovativen Produktionsschule oder auch die Berufsschüler bereiten sich sehr gut auf die Veranstaltung in der Aula des Haus des Lebenslangen Lernens vor. „Die Klassenlehrer teilen die Schüler den Institutionen zu und sie gehen mit einem fiktiven Fall, einem fiktiven Problem in das Gespräch hinein“, erläutert Sabine Kruckow-Nestler.

Die Aufgabe ist es zunächst einmal, Informationen zu sammeln und später auch den Klassenkameraden zu präsentieren, wie der jeweilige Verein oder die Einrichtung helfen kann. Ziel der Veranstaltung ist es auch, Schwellenängste abzubauen und Kontakte herzustellen, so dass die Schüler im Ernstfall vielleicht schon einen Ansprechpartner kennen, aber mit Sicherheit wissen, an wen sie sich wenden können. Bei den Vier-Augen-Gesprächen kommen manchmal auch schon ganz persönliche Fragen oder Probleme auf den Tisch. „Manche Schüler fragen ausschließlich den fiktiven Fall ab und wir besprechen unsere möglichen Lösungsansätze, aber wir haben heute auch viele gute Fragen gehört“, sagt Thomas Fellenberg von der Pro Arbeit im Kreis Offenbach.

„Was viele beispielsweise nicht wissen, dass wir über das Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes auch Nachhilfe finanzieren können. Wenn Schüler auf Vier oder Fünf stehen, können sie bei uns Nachhilfe beantragen“, erläutert Fellenberg, der gleich mit zwei weiteren Kollegen aus dem Kreis aus der Projektgruppe U 25, die sich um jugendliche Arbeitslose oder Schüler kümmert, nach Dreieich gekommen war. Matthias Stock, Schulpfarrer der Max-Eyth-Schule, der für den Religions- und Ethikunterricht, aber auch für die Seelsorge an der Schule zuständig ist, stand ebenfalls für Gespräche bereit: „Ich finde, dass ist eine sehr gute, weil so niedrigschwellige Veranstaltung“, lobt der Pfarrer.

Begehrt bei den Schülern war der Stand der Polizei, der mit der Migrationsbeauftragten Mojgan Bodenstedt und einem Kollegen besetzt war. „Ich habe heute viele Fragen zur Karriere bei der Polizei gehört, was Schüler machen müssen und wie hoch die Anforderungen sind, um bei der Polizei genommen zu werden“, erzählt Kriminaloberkommissarin Bodenstedt.

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