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Ihre Träume werden immer wieder enttäuscht: Die Brüder Aladji und Souley flüchten nicht vor dem Krieg, aber sie wollen ein besseres Leben als in Afrika.

Am 30. April

Hoffen auf ein besseres Leben in Europa: In Groß-Gerau wird der Dokumentarfilm "Life Saaraba Illegal" gezeigt

Der Film "Life Saaraba Illegal" von Peter Heller zeigt, wie Menschen aus Afrika ihre Heimat verlassen und in Europa ein besseres Leben suchen. Am 30. April wird die Dokumentation im Kommunalen Kino Groß-Gerau gezeigt. Anschließend gibt es eine Diskussion mit dem Filmemacher.

Groß-Gerau - Europa heißt in Westafrika "Saaraba", das "verheißene Land". Die Bürgerkriege und der Hunger an vielen Orten Afrikas haben zahlreiche Menschen dazu bewogen, ihre Heimat zu verlassen und in den Norden zu flüchten. In Europa suchen sie ein besseres Leben, teils in der Hoffnung, irgendwann nach Hause zurückzukehren. Für ihren Dokumentarfilm folgten die Filmemacher Peter Heller, Saliou Waa Guendoum Sarr und Bernhard Rübe fast ein Jahrzehnt lang den Brüdern Aladji und Souley.

Der Regisseur und Dokumentarfilmer Peter Heller stellt am Dienstag, 30 April, den Film "Life Saaraba Illegal" im Kommunalen Kino in Groß-Gerau vor. Zwei Vorführungen sind angesetzt. Um 17.45 Uhr und um 20.15 Uhr wird der Film zu sehen sein. Um 19.30 Uhr findet ein Filmgespräch mit Peter Heller statt - moderiert von Bettina Kocher vom Evangelischen Zentrum für Entwicklungsbezogene Filmarbeit (EZEF). Der Eintritt im Kommunalen Kino beträgt 5,50 Euro.

Mehrfach ausgezeichnet

Viele von Hellers Filmen erhielten internationale Auszeichnungen, Anerkennungen und Preise. Seinem dokumentarischen Filmschaffen wurden viele Retrospektiven gewidmet. Mit Sylvie Banuls bekam er zudem 1998 den höchsten europäischen Fernsehpreis, den "Prix Europa". Im Zentrum der filmischen Chronik "Life Saaraba Illegal" stehen die Träume und Ziele, Erfahrungen und Schäden, die zwei Brüder von einer kleinen Fischerinsel vor der Küste Senegals auf ihrem Weg in den verheißenen Kontinent Europa erfahren haben.

Aladji hat es als Bootsflüchtling bis nach Spanien und zu den Gemüseplantagen dort geschafft und nun will sich der jüngere Souley auf den Weg zu ihm machen. Damit treten die Brüder in Fußstapfen ihrer Eltern, die einst als Gastarbeiter in Frankreich gelebt hatten. Aladji und Souley flüchten nicht vor Krieg, aber sie wollen ein besseres Leben als in Afrika. Aber es geht auch um die Hilfe, die sie mit ihren bescheidenen Geldüberweisungen auf der kleinen afrikanischen Atlantikinsel leisten. Und doch sind die Wege der Brüder illegal, ihre Hoffnungen und Träume werden immer wieder enttäuscht.

Der Film läuft in der Veranstaltungsreihe "Weltrettung. Entwicklungspolitik heute", die der Kreis und die Kreisvolkshochschule im vergangenen Jahr aufgelegt haben.

red

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