Firma Röder Präzision

Hoher Besuch beim Luftfahrtunternehmen Röder

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Bei Röder Präzision in Egelsbach machte sich Brigitte Zypries (SPD) ein Bild von der Arbeit des Unternehmens. Die parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Koordinatorin für Luft- und Raumfahrt, sicherte Unterstützung zu.

In ihrem Aufgabenbereich als Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt war Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries (SPD) zu Gast bei der Firma Röder Präzision. Bei einer umfassenden Führung durch die verschiedenen Produktions- und Wartungshallen des Luftfahrtunternehmens in Egelsbach informierte sich die Politikerin über die aktuellen Aufgaben und auch die Probleme des Mittelstandunternehmens.

Seit 1922 gibt es die Firma Röder, die ihr Firmengelände zwischen Flugplatz und Polizeiflugstaffel hat. Bis noch vor einigen Jahren waren die derzeit 325 Mitarbeiter zu einem großen Teil mit Aufträgen der Deutschen Bundeswehr beschäftigt. Auch heute noch kommen 40 Prozent des Umsatzes aus Aufträgen des Militärs. Die Firma Röder betreut die Instandhaltung von Komponenten der Transall, des Tornados und auch des Bundeswehrhelikopters Sikorsky. „Seit einiger Zeit sind wir sehr bemüht unseren Anteil in der zivilen Luftfahrt zu steigern“, erklärte Röder Geschäftsführer Erwin Feldhaus, „das hat keine ideologischen Gründe, sonder die zivile Luftfahrt hat mehr Potenzial zu wachsen, es gibt derzeit keine neuen militärischen Programme, auf die wir uns bewerben könnten“, erläuterte Feldhaus.

Darüber hinaus habe die zivile Luftfahrt eine sehr interessante Zukunft, alle großen Hersteller hätten volle Auftragsbücher. „Es ist jetzt unser Bestreben, als Zulieferer in das Geschäft verstärkt einsteigen zu können. Das sichert die Zukunft des Unternehmens“, sagte der Geschäftsführer. Die Herausforderung sei dabei, sich dem Markt, der sich rasant verändere, anzupassen.

Zypries schaute sich die Abteilung Oberflächentechnologie Galvanic an, bekam gezeigt, wo die Propeller der Transall gewartet werden und durfte auch einen Blick in die neue Halle der Entwicklungsabteilung werfen. Hier wartet derzeit eine Felge mit extrem geringen Gewicht auf die Zulassung. Zypries sah die Leselampen der Jumbojets, die auf den Tischen der Mitarbeiter zur Reparatur lag und erfuhr, dass auch die Kaffeemaschinen der Swissair in Egelsbach gewartet werden.

„Wir suchen aktiv den Kontakt zur Politik, da viele politische Entscheidungen einen direkten Einfluss auf unser Geschäft haben“, so Feldhaus. Es gelte, die Verantwortlichen für die Probleme des Mittelstands zu sensibilisieren.

Brigitte Zypries war beeindruckt von dem Unternehmens und sicherte Unterstützung zu. „Ich nehme all die heute gesammelten Informationen mit. Es ist in unser aller Interesse, das Betriebe wie Röder eine Zukunft auf dem Markt der Luftfahrt haben“, so die ehemalige Justizministerin. Sie versprach, in Kontakt mit dem Unternehmen zu bleiben.

(njo)

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