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Hurra, die Kita strahlt in neuem Glanz

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Von: Nicole Jost

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Wegen eines Wasserschadens war der Betrieb in der Kita Forsthaus für einige Wochen nur eingeschränkt möglich. Doch die Renovierung ist beendet. Obendrauf gab es noch eine neue und hochmoderne Küche.

Auf dem leuchtend, frisch-orangenen Boden sind die Tische und Stühlchen schon wieder aufgestellt. Nach gut drei Wochen Bauarbeiten strahlt die Kita Forsthaus in Egelsbach nach einem Wasserschaden wieder in neuem Glanz. Die Käse- und Salami-Schnittchen stehen bereit: „Wenn Erwachsene eine Einweihung feiern, dann gibt es eben Schnittchen. Heute ist Eure Einweihungsfeier, und wir wollen auch für Euch einen besonderen Tag daraus machen“, erklärt Silvia Dressendörfer, seit 24 Jahren Leiterin der Kita, den Kindern.

Die Jungen und Mädchen sind mucksmäuschenstill und bedienen sich an diesem zweiten Frühstück ungewohnt leise. „Das machen sie nur, weil wir heute Besuch haben. Sie sind ganz aufgeregt“, erzählt Dressendörfer lächelnd. Der Besucher ist Bürgermeister Jürgen Sieling. Er möchte sich vom Abschluss der Bauarbeiten selbst ein Bild machen. „Wir haben den Wasserschaden im Bereich des Heizungsraums schon in den Sommermonaten entdeckt“, erläutert der Rathauschef, „allerdings mussten wir die Baustelle in dem großen und im Betrieb stehenden Kindergartenalltag ja logistisch planen“, so Sieling.

Im laufenden Betrieb

So wurde die Schließzeit zwischen den Jahren genutzt, um den feuchten Boden im Foyer und in den Nebenräumen aufzustemmen. Die mit 86 Kita-Kindern und 28 U 3-Kindern voll besetzte Einrichtung konnte dann bei den nachfolgenden Bauarbeiten ausweichen: Die Krippenkinder waren während der Winterferien in der Schulbetreuung untergebracht, die Kindergartenkinder wurden in der Kita und in dem Gebäudeteil aufgeteilt, der 2015 mit der Krippe eröffnet worden war. So konnte der neue Boden immerhin im laufenden Betrieb gelegt werden.

Das Material ist ein Schallschutzboden nach neuestem Standard – in dem hübsch-lebendigen Orange. „Wir hatten die Wahl zwischen grau und diesem Ton. Aber selbst wenn es viele unterschiedliche Farben gegeben hätte, ich hätte mich immer für dieses freundliche Orange entschieden“, betont die Einrichtungsleiterin.

Die Finanzierung bereitet dem Bürgermeister auch keine Sorgen. „Die Sanierung ist ein klarer Versicherungsfall, und die Gemeinde bekommt die neuen Böden zu 100 Prozent ersetzt“, erklärt Sieling, dass die Stadtkasse damit nicht belastet wird. Aber da die Handwerker sowieso im Haus waren, hat die Gemeinde eine schon lang anstehende Investition gleich mit realisiert: Die Kita Forsthaus hat eine neue Küche bekommen.

„Unsere alte war eine ganz gewöhnliche Haushaltsküche. Jetzt haben wir eine topmoderne Gastroküche aus Edelstahl. Das ist pflegeleicht, langlebig und auch hygienisch“, sagt Silvia Dressendörfer begeistert. Die Gemeinde hat dafür rund 25 000 Euro investiert. Neben dem Konvektomat und den Kühlgeräten, die dem Caterer gehören, hat die Küche auch eine Spülmaschine in perfekter Arbeitshöhe und rückenschonende Schubladen.

Vor- und Nachteile testen

Wir werden diese Küche jetzt hier testen, es ist nämlich die erste Edelstahlküche in einer Egelsbacher Einrichtung. Die Kita Bayerseich braucht ebenfalls eine neue, da können wir hier schon einmal die Vor- und Nachteile testen und dann entscheiden, ob es dort auch Edelstahl wird“, erläutert Jürgen Sieling.

Der Bürgermeister hat noch mehr gute Nachrichten: Die Kita im Brühl, die ja wegen eines Wasserschadens, Schimmel und anschließender, langjähriger Haftungsstreitigkeiten die vergangenen fünfeinhalb Jahren geschlossen bleiben musste, wird ab März endlich gründlich saniert. „Wir gehen davon aus, dass die Kinder im Sommer nach so vielen Jahren endlich aus den Containern ausziehen können und wieder in festen Gebäuden betreut werden“, erklärt der Rathauschef.

Während die meisten Kommunen in der Umgebung gerade wegen mangelnder Betreuungsplätze hart kritisiert werden, ist Sieling in Egelsbach ganz entspannt: „Wir eröffnen jetzt noch eine Familiengruppe mit U 3- und Ü 3-Plätzen und können dann alle Elternwünsche bedienen. Es kann sein, dass die Familien mal vier Wochen auf einen Platz warten müssen, aber grundsätzlich passt es bei uns im Augenblick gut.“

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