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Anglerfreunde feiern ihr beliebtes Fischerfest

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Drei Tage lang feierten die Anglerfreunde Kelsterbach ihr Fischerfest, das mit Fischspezialitäten die Gaumen ihrer Gäste erfreute. Für die Kinder gab es eine kleine Bootsfahrt über den Staudenweiher, und auch mit Anglerlatein wurde nicht gegeizt.

Wo Hecht und Karpfen sich gute Nacht sagen, da sind die Angler zu Hause. Doch an diesem Wochenende wurde es am idyllisch gelegenen Staudenweiher nichts mit der frühen Nachtruhe, denn dort feierten die Kelsterbacher Anglerfreunde ihr Fischerfest, und das bereits zum 21. Mal, wie Vorsitzender Wolfgang Helmerich betonte.

Bereits am Eröffnungsabend, als die Temperaturen nach und nach erträglicher wurden, stellten sich die Gäste am Anglerheim ein, um sich in entspannter Atmosphäre an kühlen Getränken und fischigen Spezialitäten wie geräucherten Forellen und Aalen sowie schmackhaften Brötchen, belegt mit Matjesheringen oder Lachs zu laben. Rund 30 Helfer der Anglerfreunde sorgten dafür, dass alles reibungslos über die Bühne ging.

Gute Wasserqualität

Doch die Anglerfreunde Kelsterbach, die derzeit etwa 180 Mitglieder zählen, darunter ungefähr 50 Aktive, hatten aber für ihre Besucher noch weit mehr vorbereitet. Am Samstag wartete ein großen Kuchenbüfett auf die Gäste, und für die kleinen Besucher gab’s eine Hüpfburg. Zudem hatten sie die Möglichkeit zu einer kleinen Bootstour über den Staudenweiher, der über eine außergewöhnlich gute Wasserqualität verfügt, wie Schriftführer Martin Stenvers erläuterte. „Es hat fast Trinkwasserqualität“, sagte er.

Daneben gab es auch noch etwas für die Augen: Detlev Pallat, Gewässerwart des Vereins, hatte eine kleine Aquarienausstellung aufgebaut, in der beispielsweise Flussbarsche, Rapfen, Karauschen und Schleien zu sehen waren. Pallat übrigens ist auch für den reichhaltigen Fischbesatz im Staudenweiher zuständig. In dem Angelgewässer sind unter anderem Aale, Weißfische, Forellen, Karpfen, Stör und Zander zu finden.

Die Anglerfreunde können zur Ausübung ihres Sports zwar auch noch den Mönchwaldsee benutzen, aber dort kümmern sie sich nicht mehr um den Fischbesatz, weil es dort ohnehin ausreichend Fische gebe, erläuterte Wolfgang Helmerich.

Was das berühmt-berüchtigte Anglerlatein betrifft, dafür haben die Anglerfreunde immer donnerstags ihren Stammtisch. „Da werden die Fische zuweilen schon ganz schön groß“, sagte Martin Stenvers schmunzelnd. Allerdings sei das heute nicht mehr ganz so einfach, fuhr er fort, weil jeder Fang gleich mal mit dem Handy dokumentiert werde. Den größten im Staudenweiher gefangenen Fisch zog übrigens Reinhard Fechner, Sportwart der Anglerfreunde, an Land, „ein Hecht, der locker 1,15 Meter groß war“, so Stenvers.

Bayerischer Frühschoppen

Den Abschluss des Fischerfests bildete am Sonntag ein bayerischer Frühschoppen, zu dem sich noch einmal zahlreiche Gäste einstellten, darunter auch Bürgermeister Manfred Ockel mit der SPD-Landtagskandidatin Kerstin Geis. Und natürlich gab es zu jeder Zeit auch ein musikalisches Programm, querbeet durch alle Musikrichtungen.

Doch die Anglerfreunde bieten noch weitaus mehr, etwa ihre Anglerausflüge. So waren in diesem Jahr bereits 35 Angler im Altmühltal, und im kommenden Jahr geht es zum Angeln nach Norwegen. Dafür haben sich bereits 14 Teilnehmer angemeldet. Außerdem wird jährlich der Königsangler ermittelt, ebenso beim Anglernachwuchs. 15 junge Leute sind derzeit bei den Kelsterbacher Anglerfreunden aktiv.

Nebenbei bemerkt: Den Anglerfreunden, die in diesem Jahr 60 Jahre alt werden, wird es niemals langweilig. Allein die Gespräche über die Wahl des richtigen Angelhakens können sich stundenlang hinziehen. „Das ist eine Wissenschaft für sich“, sagte Stenvers.

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