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Ausbildungsmesse: Schüler zeigen großes Interesse

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26 Unternehmen hatten sich zur fünften Ausbildungsmesse der Stadt Kelsterbach in der IGS eingefunden. Die Schüler machten von diesem Angebot ausgiebig Gebrauch und ließen sich über ihre Zukunftschancen in zahlreichen Berufen informieren.

Die Zeiten, da junge Leute, die einen Ausbildungsplatz gefunden haben, dies mit einem Sechser im Lotto verglichen, sind noch gar nicht allzu lange her. Doch heute hat sich die Situation schon geändert. Viele Betriebe suchen händeringend Auszubildende. Dies belegte auch die Ausbildungsmesse in der Integrierten Ganztagsschule (IGS), welche die Stadt Kelsterbach nun bereits zum fünften Mal veranstaltete.

Ziel dieser Veranstaltung ist es, den Schülern der Jahrgangsstufen acht bis zehn berufliche Möglichkeiten aufzuzeigen, erläuterte Anika Soytürk, die für die Organisation der Ausbildungsmesse verantwortlich zeichnet. Sie ist zwar städtische Angestellte, ist aber in der IGS tätig und leitet dort die Projektstelle für die Optimierung des Übergangs von der Schule in den Beruf. „Wir wollen den Schülern in erster Linie zeigen, dass die Firmen Interesse an ihnen haben“, sagte sie. Und tatsächlich seien die Schüler immer wieder von der Freundlichkeit der Mitarbeiter der Firmen überrascht. „Das motiviert sie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.“

Insgesamt 26 Unternehmen hatten in der IGS ihre Infostände errichtet, die oftmals von Schülern in dichten Trauben umlagert waren. Besonders groß war das Interesse an Berufen, die mit den Themen

Gesundheit und Pflege

zusammenhängen. Die Stände der AOK und des Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim (GPR) waren daher besondere Anziehungspunkte.

Rania und Hannah, zwei Schülerinnen der achten Jahrgangsstufe, sehen ihre Zukunft in Gesundheitsberufen. Hannah möchte nach der Schule eine Ausbildung zur Krankenpflegerin absolvieren, Rania hingegen würde gerne Arzthelferin werden, eventuell bei einem Allgemeinmediziner.

In eine ganz andere Richtung zieht es Sare, gleichfalls Schülerin der achten Klasse. Sie strebt den Beruf Automobilkauffrau an. „Ich interessiere mich einfach für Autos“, so ihre Begründung. Eine ihrer nächsten Stationen war der Stand von Opel.

Dort hatten sich auch Peter und Åke eingefunden. Die beiden Schüler der zehnten Jahrgangsstufe sind hinsichtlich ihrer Berufswahl noch absolut unentschlossen, sie lauschten aber interessiert den Ausführungen von Laura Homberg, die über ihre Arbeit als Zerspanungsmechanikerin bei Opel berichtete. Als Zerspanungsmechanikerin stellt sie Werkstücke mittels Fräs-, Schleif- und Bohroperationen her und programmiert dafür auch die Werkzeugmaschinen.

Mit Laura Homberg am Stand ist auch Shalina Theis. Sie ist bei Opel als Rekruterin tätig und freut sich vor allem über das große Interesse der Schüler an Betriebspraktika. Aber auch die Vorträge des Autobauers fanden viel Anklang. Mehr als 80 Schüler folgten den Ausführungen von Opel-Azubis, die auch in Fragerunden Rede und Antwort standen. Neben Opel boten auch zwölf weitere Unternehmen Vorträge an, die gleichfalls regen Zulauf hatten.

Die Schüler zogen in kleinen Gruppen an den Info-Ständen vorbei, sammelten Broschüren ein, etwa von der Fraport, von LSG, Provadis, Tegut, Mövenpick und Rewe, um nur einige zu nennen. Auch die Stadt Kelsterbach und der Kreis Groß-Gerau stellten sich als Ausbildungsbetriebe vor, und am Stand der Arbeitsagentur gab es nicht nur Informationen darüber, wie der geeignete Ausbildungsplatz gefunden werden kann, sondern auch über berufliche Chancen in der Agentur.

Eine Besonderheit hatte die Süwag vorbereitet. Am Stand das Energieunternehmens hatten die jungen Besucher, darunter auch Klassen der Karl-Krolopper- und der Anne-Frank-Schule aus Raunheim, Gelegenheit, blinkende Energiemännchen herzustellen. Dazu gab’s eine kleine vorbereitete Platine, an der sich die Schüler mit dem Lötkolben versuchen konnten.

Anika Soytürk war auf jeden Fall hochzufrieden, sowohl über das Interesse der Schüler, die für die Vorträge zahlreiche Fragen vorbereitet und teilweise auch gleich im Unterricht erstellte Bewerbungsmappen dabei hatten, als auch über das Engagement der beteiligten Unternehmen. „Die Firmen scheinen sich bei uns wohl zu fühlen“, folgerte sie dementsprechend.

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