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Bürgermeister Manfred Ockel lobt Schnaaken

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Mit Kinderspiel und fetziger Musik feierte der Kulturverein „Schnaaken“ sein Äpplerfest am Forsthaus Hinkelstein, zu dem sich rund 450 Gäste einstellten. Der Verein war einst aus der Open Air-Initiative „Rock im Schnaakeloch“ hervorgegangen.

Schnaken gelten gemeinhin als blutdurstige, kleine Quälgeister. Doch das ist ein Irrglaube, denn Schnaken können gar nicht stechen, das übernimmt stets die gemeine Stechmücke. Dementsprechend sind auch die Kelsterbacher „Schnaaken“ nicht nur höchst ungefährlich, sondern zudem auch noch eine äußerst gesellige und friedliche Vereinigung. Dies zeigte sich einmal mehr während des Äpplerfests, zu dem der Verein an das Forsthaus Hinkelstein auf dem Gelände des TuS Kelsterbach eingeladen hatte.

Der Nachmittag gehörte vor allem den Familien. Dabei gab’s das große Buggy-Treffen auf der Freifläche hinter dem Gebäude. Auf der heftig behüpften Hüpfburg tollten Kinder nach Herzenslust, eine Torwand lud angehende Fußballstars ein, ihre Schusstechnik zu demonstrieren, und der Prinzessinnen-Nachwuchs hatte die Möglichkeit, sich in einer Bastelecke das eigene Krönchen herzustellen.

Musik genossen

Am Abend dann stellten sich mit abnehmender Temperatur auch die Erwachsenen in großer Zahl ein, die sich den kühlen Äppler schmecken ließen und dazu die Musik der Band „Tanzanstalt Dr. Ernst“ genossen. „Die machen geile Mucke für alle, die Rock und Pop mögen“, urteilte Heiko Langelotz, Vorsitzender der „Schnaaken“, der die Zahl der Besucher auf rund 450 schätzte.

Die hatten zudem auch die Gelegenheit, sich mit Kelsterbacher Wildschweinbratwurst, Büttelborner Steaks sowie Handkäs’ und Spundekäs’ zu stärken. „Alles in allem ein wunderschönes Fest“, zog Langelotz begeistert Bilanz, der auch den Einsatz von etwa 40 Vereinsmitgliedern für die Organisation und Bewirtung lobte.

Größen der Szene

Der Kulturverein „Schnaaken“ ging aus der Open Air-Initiative „Rock im Schnaakeloch“ hervor, die in den 1980er Jahren mit aufsehenerregenden Konzerten im „Schnaakeloch“, einer idyllischen Senke im Kelstergrund unterhalb des Freibads, von sich reden machte. Dort traten damals Größen der Musikszene wie Wolf Maahn oder „Fury and the Slaughterhouse“ auf. Bürgermeister Manfred Ockel, der sich mit der SPD-Landtagskandidatin Kerstin Geis beim Äpplerfest eingestellt hatte, sagte dazu, dass eine solche Veranstaltung wie das „Rock im Schnaakeloch“ heute gar nicht mehr genehmigungsfähig wäre, weil das Areal in einem Landschaftsschutzgebiet liege.

Als die Open Air-Initiative ihre Aktivitäten einstellte, so Langelotz, wollten einige noch weitermachen und gründeten 1995 den Kulturverein „Schnaaken“, dessen Vorsitzender er von Anbeginn an ist. Es sei ein toller Verein, der seit 25 Jahren Spaß daran hat, Kultur zu machen. Das nächste Konzert soll am 18. November unter dem Motto „Live & Loud“ in der Mehrzweckhalle Nord über die Bühne gehen. Bürgermeister Ockel betonte: „Die Schnaaken sind ebenso wie der Verein ,Kelsterkult’ eine tolle Bereicherung für die Stadt.“

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