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Für Lastwagen wird ab Mai im Gewerbegebiet Mönchhof ein absolutes Parkverbot, für Personenwagen ein auf vier Stunden begrenztes Parken eingeführt.

Willkürliches Parken

Für Dauerparker brechen schlechte Zeiten an

Kelsterbach und Raunheim setzen dem willkürlichen Parken im Gewerbegebiet Mönchhof ein Ende. Damit soll auch das Problem des erhöhten Müllaufkommens gelöst werden.

Für die Überwachung des ruhenden Verkehrs im Gewerbegebiet Mönchhof fällt am Donnerstag, 2. Mai, der Startschuss. Dies kündigte Raunheims Bürgermeister Thomas Jühe (SPD) auf der ersten Sitzung des Zweckverbands Mönchhof in diesem Jahr an.

Seit Monaten sind den beiden Mitgliedern des Verbands, den Städten Raunheim und Kelsterbach, die Dauerparker ein Dorn im Auge. Angesprochen sind dabei sowohl Personen- als auch Lastwagen, die Parkplätze stunden- bis tageweise blockieren. Unerfreulicher Nebeneffekt sind Müllablagerungen an den Straßenrändern. Dabei handelt es sich nicht nur um Verpackungsmüll und Flaschen. Es wurden auch schon Matratzen und Möbelstücke gefunden.

Es wird kontrolliert

Deshalb wollen die Städte nun rigoros gegen Dauerparker vorgehen, kündigte Jühe an. Für das gesamte Gewerbegebiet werde ein Parkverbot für Laster erlassen. Zudem werde ein auf vier Stunden begrenztes Parken für Personenwagen eingeführt. Hilfspolizisten einer externen Firma, analog zur Überwachung des Parkraums in Raunheim, werden die Einhaltung des Parkverbots beziehungsweise der Zeitbeschränkung kontrollieren. Die Einführung der Parkbeschränkung mit Hinweisschildern soll zeitgleich mit dem Beginn der Überwachung durch Hilfspolizisten beginnen. „Am 2. Mai werden die Folien von den Schildern genommen“, erklärte Jühe.

Die Städte wollen den Fahrern der Laster und Personenwagen allerdings eine Übergangsfrist gewähren, in der sie kein Bußgeld für die Ordnungswidrigkeit bezahlen müssen. Während der ersten zwei Wochen sollen nur schriftliche Hinweise übergeben werden.

Der anfallende Müll ist nicht zuletzt ein Grund dafür, dass die Verbandsumlage der beiden Städte an den Zweckverband für den Wirtschaftsplan 2019 angehoben wurde, so Geschäftsführer Karsten Jost. Es müsse deutlich mehr Dienstleistung ausgeschrieben werden, unter anderem wegen des Müllaufkommens.

Mangelhafte Grünpflege

Die Kommunen haben dem Zweckverband die Aufgaben für die Grünpflege und die Straßenreinigung übertragen, für die sie aufkommen müssen. Für das Wirtschaftsjahr 2019 sind insgesamt 149 000 Euro eingeplant (2018: 125 000 Euro). Auf Raunheim entfallen 80 609 Euro (2018: 67 625 Euro), auf Kelsterbach 68 391 Euro (57 375 Euro).

Der Wirtschaftsplan weist im Erfolgsplan bei einem Gesamtaufwand von 708 780 Euro und Erträgen von 871 200 Euro einen Überschuss in Höhe von 162 420 Euro auf. Der Vermögensplan hat ein Volumen von 225 550 Euro. Die Verbandsversammlung beschloss das Zahlenwerk einstimmig.

Der extrem heiße und lange Sommer, aber auch mangelhafte Pflege durch die beauftragte Firma hätten im Mainvorland zu erheblichen Schäden und großen Verlusten an Sträuchern und Bäumen geführt, berichtete unterdessen der stellvertretende Geschäftsführer Michael Reuthal. Das tatsächliche Ausmaß sei indessen erst im Frühjahr feststellbar, wenn der Austrieb bei den Pflanzen beginne. Der Vertrag mit der beauftragten Firma werde nicht verlängert. Die Pflegeleistungen würden neu ausgeschrieben, so Reuthal.

Die Vermarktung der Flächen auf dem Gewerbegebiet nähert sich dem Ende. Bisher seien 91 Prozent verkauft worden, informierte der technische Projektmanager, Patric Krueger. Gut 68 Hektar von 75 Hektar Nettobaufläche seien veräußert worden. Davon seien 60 Hektar bebaut oder befänden sich in Bebauung. Es stünden noch zwei größere Grundstücke zur Verfügung.

von RÜDIGER KOSLOWSKI

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