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Gerhard Kabitzky (links), Margret Walther und ihr Gatte Karl halten dem Volkschor von allen Mitgliedern am längsten die Treue.

Freude am Singen

Dieses Trio ist seit mehr als 60 Jahren im Volkschor aktiv

Gerhard Kabitzky sowie Margret und Karl Walter haben beim Volkschor schon so manches erlebt. Immerhin singen sie in dem Ensemble seit mehr als sechs Jahrzehnten.

Wie doch die Zeit vergeht. Das Grillfest des Volkschors auf dem Areal der Hundefreunde bot manchem Sänger die Gelegenheit für einen Rückblick. Bei Steaks, Würstchen, mitgebrachten Salaten und flotten Liedern, die im Laufe des Abends angestimmt wurden, ließ unter anderem Margret Walther die Zeit Revue passieren. Sie ist seit 68 Jahren und somit am längsten beim Volkschor dabei.

Als der Kinderchor des Volkschors 1949 gegründet worden war, war die Oma die treibende Kraft. Sie sorgte dafür, dass die damals noch kleine Margret sich ihm anschloss und zu singen begann. Bis auf eine spätere Babypause ist Walter seither aktiv dabei und unterstützt den Sopran mit ihrer Stimme. „Ich bin noch immer dabei, weil mir das Singen Freude bereitet.“ Zu Hause halte es sich in Grenzen, unter der Dusche oder in der Badewanne singt Walther dann doch nicht. Dafür singt sie auch noch im Chor der evangelischen Christuskirchengemeinde.

Margret Walthers Ehemann Karl, der lange Jahre während der Fastnacht „Die doof Nuss“ markierte, ist fast ebenso lange beim Volkschor und unterstützt ihn mit tiefer Bassstimme. Er trat 1953 ein. Bei Festumzügen durch die Stadt, denen sich der Volkschor stets anschloss, fungierte er als Fahnenträger.

Im zarten Alter von zehn Jahren trat Gerhard Kabitzky 1952 in den damals noch jungen Kinderchor ein. Kabitzky zeigt sich stolz, dass er aus einer Sängerfamilie stammt. Schon seine Mutter, der Vater, seine Schwester und der Opa väterlicherseits gehörten dem Volkschor an. Auch Kabitzky singt hier im Bass. Erst habe der Opa zur Germania gehört, aus der später der Volkschor erwuchs.

Kabitzky gefällt das neue Repertoire der Sänger. Chorleiter Andreas Stein, der den Volkschor vor zwei Jahren übernommen hatte, hat es ein wenig umgestellt. Zu den beliebten Weisen, die er früher sang, sind deutschsprachige Schlager hinzugekommen. „Das hat uns zeitgemäßer, flotter und moderner gemacht“, meint Kabitzky lachend.

Das schönste Erlebnis, das er im Volkschor hatte, spielte sich bei einem Auftritt in den 1970er Jahren in Sindlingen ab. Männer- und Kinderchor sangen gemeinsam zum Tag der Deutschen Einheit „Wenn nach Jahren Kampf und Leiden deutsche Städte wieder blüh’n, werden alle seine Söhne wieder nach der Heimat zieh’n“. Noch heute läuft Kabitzky bei dieser Erinnerung ein Schauer über den Rücken.

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