Freuen sich auf das neue Angebot für E-Bike-Fahrer: Bürgermeister Manfred Ockel, der städtische Fahrrad-Beauftragte Roland Rücker und Francisco Rodriguez, Leiter Kommunalmanagement der Mainova AG. FOTO: red
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Freuen sich auf das neue Angebot für E-Bike-Fahrer: Bürgermeister Manfred Ockel, der städtische Fahrrad-Beauftragte Roland Rücker und Francisco Rodriguez, Leiter Kommunalmanagement der Mainova AG.

Mobilität

Eine Investition für die Energiewende

  • VonLeo Postl
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Neue E-Bike-Ladestation an der Kelsterbar - Kostenpunkt: 8000 Euro

Der Mainradweg von der Mainspitze bis nach Seligenstadt ist nicht nur eine landschaftlich sehr schöne Tour für Radfahrer, sie wird auch recht stark frequentiert. Ziemlich genau in der Mitte liegt mit Kelsterbach nicht nur die Perle am Untermain, sondern auch eine besonders schöne Station, um mal eine Rast einzulegen. Die Kelsterbach mit der Klimastation an der Treppe der Kelstermündung sind ein weiterer Grund, mal vom Rad oder E-Bike zu steigen. Sie bietet zudem eine perfekte Gelegenheit, sich mit einem erfrischenden Getränk oder leckeren Speisehappen zu stärken. Nun gibt es mit einer dort installierten E-Bike-Ladestation auch die Möglichkeit, während dieser Pause auch den Akku von immer mehr genutzten E-Bikes nachzutanken. Rund 8000 Euro haben sich das Mainova und die Stadt Kelsterbach kosten lassen.

Der dunkle Kasten direkt unterhalb der Freiluftplattform der Kelsterbar ist unübersehbar, die Symbole für eine E-Bike-Ladestation sowie der Silhouette der Herz-Jesu-Kirche und dem Wappen der Stadt Kelsterbach tragen zur weiteren Aufmerksamkeit bei. In der oberen Reihe befinden sich drei große Fächer, in der Reihe darunter einmal drei Fächer und in der untersten Reihe zwei Fächer mit jeweils zwei Steckdosen. In einem Fach ist die "Betriebstechnik" untergebracht. In allen Fächern, die nach dem Einwurf einer Münze abschließbar sind, können somit gleichzeitig zwei Akkus von E-Bikes aufgeladen werden - in den größeren Fächern finden zusätzlich Fahrradhelm oder ein kleiner Rucksack Platz. Allerdings ist das Ladegerät selbst mitzubringen.

Standort weiter aufgewertet

Insgesamt sind in der 1,75 Meter breiten und 1,40 Meter hohen Ladestation 16 Steckdosen, an denen Akkus mit einer 230-Volt-Spannung aufgeladen werden können, untergebracht. Somit gibt es einen weiteren Grund, gerade an der Kelsterbach, mal eine Pause auf dem Mainradweg einzulegen.

"Diese Ladestation gehört zum Gesamtpaket mit der bereits vor ein paar Monaten installierten Solar-Bank, an der Handys aufgeladen werden können", erklärt Francisco Rodriguez, Leiter Mainova-Kommunalmanagement. Auch für Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel ist die Pedelec-Ladestation ein weiterer Baustein der erfolgreichen Zusammenarbeit der Stadt Kelsterbach mit dem Energieversorger Mainova. "Wir freuen uns, dass wir dank der Unterstützung unseres Partners Mainova den für viele Besucherinnen und Besucher attraktiven Standort am Kelsterbacher Mainbogen mit einer Ladesäule für E-Bikes weiter aufwerten können", so Ockel. Und Francisco Rodriguez fügt hinzu: "Wir bewegen mit unserer Energie eine ganze Region und versorgen unsere Partnerkommunen zuverlässig mit Strom und Gas. Gemeinsam mit den Städten und Gemeinden treiben wir dabei die Energie- und Mobilitätswende voran. Mit dieser Pedelec-Ladestation wollen wir dazu beitragen, den Umstieg auf ein klimafreundliches Fortbewegungsmittel zu erleichtern."

Die Energie aus der Ladestation ist für die Nutzer kostenlos. Mit dem Einwurf einer Münze kann die Tür zur Ladebox geöffnet und nach dem Anschluss des Ladevorgangs verschlossen werden. Entweder verbleibt der zu ladende Akku samt Kabel in der Ladebox oder man führt das Ladekabel durch die kleine Öffnung zum Akku am Pedelec. Auch in dieser Ladevariante kann die Ladebox verschlossen werden, damit das Ladegerät während des Ladevorganges selbst sicher verwahrt ist.

Kabel gegen Gebühr verleihen

Hierzu machte Roland Rücker, Fahrradbeauftragter der Stadt Kelsterbach, einen Vorschlag. "Ich werde mal mit Jens Stöber reden, ob er nicht ein oder zwei Ladegeräte gegen eine Gebühr verleihen kann - das erste Ladegerät spendiere ich schon mal", so Rücker. Nun sucht er noch nach einer Möglichkeit, zwei Ladegeräte anzuschaffen, die dann in der Kelsterbar verwahrt und für das Laden von E-Bikes ausgeliehen werden können. "So ein Ladegerät kostet rund 80 Euro, das muss schon ordentlich verwaltet werden", betont Rücker.

Ein technisches Problem bleibt aber dennoch: Der Stecker jedes Ladegerätes passt zwar in die 230-V-Steckdose in der Ladebox, doch für die zu ladenden Akkus gibt es verschieden Anschlüsse. "Da muss markenübergreifend eine Einheitslösung gefunden werden", fordert Roland Rücker, der Verbindung zur Normen-Kommission hat. Mittlerweile sind die Reichweiten der Akkus zwar gestiegen, aber auch das Vergnügen, mit dem E-Bike mal größere Touren zu unternehmen. Da passt die Pedelec-Ladestation perfekt zur Kelsterbar - hier können "Mensch und Maschine" jetzt auftanken. Leo Postl

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