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Mit zehn Dingen, die während eines Gottesdienstes keinesfalls getan werden dürfen, brachten die Ministranten ihr Publikum zum Lachen.

Katholiken im Michaelsaal

Gags aus dem Ministrantenleben

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Pfarrer Franz-Josef Berbner begrüßte die Katholiken der Pfarrei Herz-Jesu zur Narhalla im Michaelsaal. Dieser ist zwar dafür viel zu klein, was die Gäste aber nicht vom Feiern abhielt.

Piraten, Hexen, Prinzessinnen, aber auch Ministranten fanden sich bei der gut besuchten Narhalla der Katholiken im Michaelsaal der Parrei Herz-Jesu ein. Kein Platz war frei geblieben, als Pfarrer Franz-Josef Berbner, Silvia Helmchen und Edi Fenkl als die drei kostümierten Motoren der beliebten Fastnachtsveranstaltung mit dem flotten Liedchen „Horch, was kommt von draußen rein“ die Jokusjünger begrüßten, und Berbner dabei in die Tasten seiner Quetschkommode griff.

Seit vielen Jahren ist der Michaelsaal ohne Bühne viel zu klein für die Sitzung der Katholiken. Dass es trotzdem immer wieder mit der Veranstaltung klappt, liegt auch daran, dass sich die Aktiven stets im Hintergrund und im Foyer aufhalten, das dann völlig überbevölkert ist. Denn im Eingangsbereich werden meist auch die allerletzten Proben vor den Auftritten absolviert. Wenn die Auftritte dann vorbei sind, verziehen sich viele Aktive, stehend an die Wände des Saals, oder wieder in den Flur zurück. Die Tür bliebt dann offen. So wird der Saal geschickt um einige Steh- und Sitzplätze erweitert.

Den Anfang bei der Narhalla machen stets die Jüngsten des Kinderchors „Kicoy-u-nity“. Sie präsentierten trotz räumlicher Enge zwischen den Tischen einen griechischen Sirtaki und ernteten donnernden Applaus, bevor sie den Gästen „So geh’n die Kinder“ als Zugabe boten. Eigentlich sollte Musiker Gerald Schneider den Abend musikalisch untermalen. Er war jedoch erkrankt, so dass Günter Schmidt aus Kronberg für ihn in die Bresche sprang. Mit Schunkelliedern und Gassenhauern heizte er die Stimmung kräftig ein. Geschunkelt wurde auch am „Promi-Tisch“, an dem Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) und Erster Stadtrat Kurt Linnert (SPD) jeweils mit Gattin sowie Stadtverordnetenvorsteherin Helga Oehne (CDU) saßen.

Das junge Nachwuchstalent in der Bütt, Miriam Schäfer, meinte: „Eltern, die sind peinlich“. Ihre Enthüllungen über ihre Eltern versetzte das Auditorium in Staunen. Schäfer verallgemeinerte, dass Oldies überhaupt versteckt werden müssten. Sie bete täglich zum lieben Gott – es sei nicht fair gewesen, dass er sie bei ihren Eltern abgesetzt habe – und dass er rasch einen Platz für sie im Altersheim besorgen möge. Das Verhalten der Mutter werfe mitunter die Frage auf, welche Medikamente sie denn eingenommen habe. Der Vater habe von Sport keine Ahnung, wolle aber ständig mitreden. Auch in der Schule haben die Eltern das Mädel bereits blamiert, obwohl sie diese darum gebeten hatte: „Sagt nichts und fragt nichts.“ Trotzdem bilanzierte Schäfer, was sie wohl ohne Eltern machen würde, denn ohne diese gäbe es sie nicht. Deshalb dankte sie ihnen zum Schluss doch noch, auch, weil sie ihre Tochter mit dem Fastnachtsvirus infiziert haben.

Die Ministranten brachten ihr Publikum mit einem kurzen Sketch zum Kreischen, der verdeutlichte, was sie während des Gottesdienstes nicht tun dürfen – wie etwa mit dem Handy telefonieren oder die Kollekte stibitzen. Abgerundet wurde der Abend von der Gesangs- und Musikgruppe des Erzgebirgischen Heimatvereins aus Nauheim mit Potpourris der Meenzer Fastnacht, Büttenreden, Schunkelrunden und Sketchen. Auch Ockel stieg kurz in die Bütt und zeigte sich froh, dass es in Kelsterbach neben der Sitzung der Feuerreiter auch die Fastnacht der Katholiken gibt, die er mit einem Umschlag samt finanzieller Zuwendung unterstützte.

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