Junge Lebensretter feierten mit grinsenden Fratzen

  • vonCarmen Erlenbach
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Huuuuuh! Gruselig ging es im Domizil des Nachwuchses des Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DRLG) zu. Schreckliche Gestalten mit rot geränderten Augen und Mündern und riesigen Vogelspinnen

Huuuuuh! Gruselig ging es im Domizil des Nachwuchses des Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DRLG) zu. Schreckliche Gestalten mit rot geränderten Augen und Mündern und riesigen Vogelspinnen auf den Händen erschreckten sich gegenseitig. Hässlich grinsende Kürbisfratzen bereicherten das Gegrusel vor Halloween, das eigentlich erst heute begangen wird. Weil sich das Wochenende davor so herrlich zum Feiern eignete, zogen die Rettungsschwimmer die Halloweenparty für ihren Nachwuchs einfach vor.

Insgesamt fanden sich elf Kinder zwischen 7 und 13 Jahren zur dritten Veranstaltung dieser Art ein, die Jugendleiterin Melanie Runge einst ins Leben gerufen hatte. Der Erfolg gab ihr recht. Weil Kinder nun mal Kinder bleiben, auch wenn es sich dabei um angehende Rettungsschwimmer handelt, verkleiden sie sich zu Halloween nach amerikanischem Vorbild gerne ein paar Tage vor dem Auftakt zur neuen Fastnachtskampagne und gruseln sich. Keine Frage, dass sie dabei stets fröhliches Gelächter auf den Lippen haben. Denn so recht glauben sie doch nicht an den Spuk, den sie an diesem Tag vollführen.

Am Nachmittag trafen sich die jungen Teilnehmer im Vereinsheim und dekorierten es zunächst mit Kastanien, Kürbissen, Spinnen aus Plastik und künstlichen Spinnweben. Was passiert wäre, wenn wirklich plötzlich eine große und lebende Spinne aufgetaucht wäre, daran wollten die Betreuer erst lieber gar nicht denken.

Nach der Dekorationsarbeit bastelten die Mädchen und Jungen gemeinsam Masken und Handabdrücke aus Gips. Vorsichtshalber war der Teppichboden des Domizils mit Schutzfolien ausgelegt worden. Die Abdrücke wurden dann nach dem Trocknen noch mit Farben und Pinseln bemalt.

Zunächst gab es ein nicht alltägliches Abendessen für die gesamte Mannschaft. Sie stärkten sich mit einer frisch gebackenen Pizza, die eigens für den gruseligen Anlass mit Lebensmittelkohle schwarz gefärbt worden war – darauf die roten Stücke Tomaten und Paprika, die wie rohes und blutiges Fleisch wirkten – passend zur Halloweenparty.

Danach ging es mit brennenden Fackeln zu einer Nachtwanderung über etwa drei Kilometer Richtung Schwanheimer Wald. Helfer hatten unterwegs lustige Erschreck-Stationen aufgebaut, die für mächtig Spaß sorgten.

Nach der Rückkehr wurden im Vereinsheim noch Filme gezeigt, danach ging es ins Bett. Die vier Betreuer und einige Helfer bekamen nachts allerdings nur wenig Schlaf, weil die Kinder die nicht alltägliche Übernachtung im DLRG-Heim genossen und deshalb fast die ganze Nacht klönten. Morgens gab es noch ein Frühstück, dann war der Spuk zu Ende.

Auf das Plätzchenbacken in der Adventszeit für den DLRG-Nachwuchs muss nach Auskunft von Kassierer Michael Nau in diesem Jahr wohl verzichtet werden. Es sei denn, es finden sich noch einige Helfer, welche die Kinder bei der Aktion unterstützen möchten. Interessenten melden sich bei der DLRG über deren Homepage .

(tami)

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