Solche Müllberge wie hier gibt es gleich an mehreren Stellen in der Rüsselsheimer Straße. Foto: Leo Postl

Rüsselsheimer Straße

Ärger über wilde Müllablagerungen: Lockt Unrat bald Ratten an?

Müll in der Rüsselsheimer Straße: Und immer wieder kommt etwas hinzu. Doch ein Anwohner berichtet, dass die Stadt sich nicht darum kümmert.

Kelsterbach - Immer wieder kommt es in der Rüsselsheimer Straße, insbesondere im westlichen Bereich, zu wilden Müllablagerungen. "Da legt einer etwas hin, dann kommt noch was dazu und dann geht das an anderen Stellen so weiter", beschreibt ein Anwohner. Als es ihm kürzlich zu bunt wurde, informierte er die Presse. "Die Stadt macht da ja nichts", so seine Erfahrungen.

In der vergangenen Woche waren an vier Stellen größere Müllberge mit Hausrat und zerlegten Möbeln sowie Matratzen zu sehen, diese wurde nahezu täglich größer. Es wurde vermutet, dass Bewohner der Häuser, die im Rahmen einer Umsiedlung in andere Wohnungen ziehen, einfach ihre Hinterlassenschaft an den Straßenrand legen, allerdings ohne diese bei der Stadt für die Sperrmüllentsorgung anzumelden. Eine Anfrage dieser Zeitung beim zuständigen Ordnungsamt, ob diese Sperrmüllhaufen für einen anstehenden Termin angemeldet wurden, blieb ohne Antwort.

Daraufhin wurde die Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit kontaktiert mit der Bitte, doch eine Stellungnahme einzuholen. Dazu teilte Jürgen Schaab mit: "Nach meinen Informationen wurde für den 6. Mai ein Sperrmülltermin für den Bereich der Rüsselsheimer Straße vereinbart. Leider haben wohl einige Anwohner es ,zu gut' gemeint und ihren Sperrmüll schon weit im Vorfeld des Termins zur Abholung bereitgestellt. Wir haben die Nassauische Heimstätte über dieses Phänomen aufmerksam gemacht und gebeten, dafür Sorge zu tragen, dass solche Vorfälle zukünftig vermieden werden."

Riesiger Müllberg: Anwohner fürchten, dass Unrat Heimstätte von Ratten werden könnte

Das Bereitlegen weit vor dem Sperrmülltermin bringt es mit sich, dass nicht nur immer mehr an Unrat dazu kommt - der freilich nicht angemeldet ist. Hinzu kommt es immer wieder vor, dass in den Müllbergen herumgewühlt wird, da Leute nach noch brauchbaren Hinterlassenschaften suchen. Großzügigerweise würden auch nicht angemeldete Teile mitgenommen, wenn es bestimmte Dimensionen nicht übersteigt, erklärt hierzu die FES (Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH).

Mittlerweile erfolgte am 6. Mai die offizielle Entsorgung, doch ein Müllberg in Höhe der Hausnummer 115, gegenüber dem Rewe Markt, liegt immer noch unberührt da. Ferner finden sich an mehreren Stellen kleinere Hinterlassenschaften, wie Autositze oder Kinderwagen, die offensichtlich nicht mehr gebraucht werden.

Anwohner befürchten, dass bei längerer Lagerung solchen Unrats diese zur Heimstätte von Ratten werden könnten. Der nächste Sperrmülltermin für die Rüsselsheimer Straße steht erst wieder für den 3. Juni im Kalender. Bis dahin ist der große Müllberg nicht nur eine unschöne Begleiterscheinung im Stadtbild entlang der Rüsselsheimer Straße, sondern sicherlich auch noch größer geworden.

Stadt für die Beseitigung zuständig

Ferner ist auch der Kleidercontainer weiter westlich mehr als überfüllt und daneben werden ebenfalls Hinterlassenschaften deponiert, die dort nicht hingehören. Hier sind gleich mehrere Akteure gefragt, um solche unschöne Begleiterscheinungen zu beseitigen. Nun liegt es als erstes an der Stadt über das Ordnungsamt für eine Beseitigung zu sorgen. Um ein Ordnungsgeld zu verhängen, benötigt man nachweislich den Verursacher - doch wer will schon im Müll nach Beweismitteln herumwühlen.

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