Aus für den gut genutzten Kunstrasenplatz an der IGS Kelsterbach: Er weicht dem Neubau der Karl-Treutel-Schule. Der Platz wird rege genutzt von den Fußballmannschaften, für sie soll es einen Ersatz im Sportpark geben. FOTO: scherer
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Aus für den gut genutzten Kunstrasenplatz an der IGS Kelsterbach: Er weicht dem Neubau der Karl-Treutel-Schule. Der Platz wird rege genutzt von den Fußballmannschaften, für sie soll es einen Ersatz im Sportpark geben.

Bauen

Kunstrasenplatz weicht Schulneubau

  • VonUwe Grünheid
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Ersatz im Sportpark für Grün an der IGS soll 2022 fertig sein

Der Neubau der Karl-Treutel-Schule neben der Integrierten Ganztagsschule (IGS) in Kelsterbach soll im Juli 2022 beginnen. Das habe zur Folge, dass der Kunstrasenplatz auf dem Neubaugelände beseitigt werden müsse, erläuterte Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) während der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen, Umweltschutz und Mobilität am Montagabend im Fritz-Treutel-Haus.

Da allerdings dieser Kunstrasenplatz an der IGS voll belegt sei - dort trainieren alle Jugendmannschaften der Vereine Viktoria, BSC und Türk Kelsterbach - müsse rasch ein Ersatz für diese Trainingsmöglichkeit besorgt werden, betonte der Bürgermeister. Dafür biete sich ein Rasenplatz im Sportpark an.

Nicht geeignet

Da dieser Rasenplatz jedoch sehr viel Pflege erfordere und zudem für eine intensive Nutzung nicht geeignet sei, könne er in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. Die Mitglieder des Ausschusses stimmten am Ende einstimmig für die Vorlage des Magistrats. Kostenvolumen für das Projekt: rund 253 000 Euro. Zwar bedarf auch die Laufbahn im Sportpark dringend einer Erneuerung, hatte Ockel zuvor erklärt, doch der Kunstrasenplatz, der bis zum Juli 2022 fertig sein müsse, habe zunächst Vorrang. Dabei sei auch über die Art des Kunstrasens zu entscheiden. Vor zehn Jahren, als es um die Anlage des ersten Kunstrasenplatzes im Sportpark ging, habe eine Arbeitsgemeinschaft zusammen mit Vertretern der Fußballvereine auswärtige Sportplätze besucht. Das habe sich damals ausgezahlt. Heute dagegen gebe es andere Prämissen. So werde mehr auf Naturmaterialien als auf Plastik gesetzt. Dabei werde auch darauf geachtet, die Vorgaben der Europäischen Union für solch eine Freianlage zu erfüllen.

Ambitionierter Zeitplan

Der Zeitplan sei ausgesprochen ambitioniert und könne nur eingehalten werden, wenn schnellstmöglich mit der detaillierten Planung des Kunstrasenplatzes begonnen werde. Eine europaweite Ausschreibung würde allein etwa ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Damit wäre eine Fertigstellung des neuen Platzes bis zum Juli 2022 ausgeschlossen.

Dieser Termin rechtfertige den Verzicht auf langfristige Vergabeverfahren. Daher empfahl der Bürgermeister den Ausschussmitgliedern, dem Büro Götte den Auftrag zu erteilen, zumal sich dadurch auch der Synergieeffekt ergebe, dass künftig die Betreuung der Sportplätze auf einen Standort beschränke. Der weitere Bedarf für Erneuerungen im Sportpark, die Laufbahn und auch die Umkleidekabinen können dann in einer zweiten Phase erfolgen. Stefan Hoffmann, Leiter des städtischen Bauamts, wies darauf hin, dass das Büro seit Jahrzehnten mit der Stadt Kelsterbach zusammenarbeite. Dort werde ein hoch qualifiziertes Team kompetent und im Bau von Sportanlagen erfahren mit dem Projekt befasst sein. UWE GRÜNHEID

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