1. Startseite
  2. Region
  3. Kreis Groß-Gerau
  4. Kelsterbach

Lehrstunde für Kelsterbach

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christian Neubauer

Kommentare

Symbolisch: Zu Fall gebracht wird hier Kelsterbachs Manuel May vom zweifachen Fuldaer Torschützen Leon Pomnitz.
Symbolisch: Zu Fall gebracht wird hier Kelsterbachs Manuel May vom zweifachen Fuldaer Torschützen Leon Pomnitz. © Marcel Lorenz

So wird das nichts mit dem Klassenverbleib in der Fußball-Hessenliga: Viktoria Kelsterbach war bei der 0:3-Heimniederlage gegen Borussia Fulda schlichtweg chancenlos.

Die Bilanz ist ernüchternd: Ein Punkt steht nach sieben Partien für Viktoria Kelsterbach im hessischen Fußball-Oberhaus zu Buche. Dass das vielzitierte „Abenteuer Hessenliga“ nicht einfach werden würde, damit hatten viele gerechnet – vor allem die Verantwortlichen der Viktoria.

Bisher hielt das junge Team von Trainer Ralf Horst phasenweise mit der starken Konkurrenz mit. Gegen Fulda war allerdings ein Klassenunterschied erkennbar. Zu dominant agierten die Gäste, die ihrem Gegner in jeder Hinsicht überlegen waren. Kelsterbach konnte an diesem Tag nicht dagegenhalten.

Genau das war es, was Horst die Laune verhagelte. Konnte er sich in den vorangegangenen Partien – wenn auch nur mit geringem Erfolg, was die Punkteausbeute betrifft – darauf verlassen, dass sein Team die richtige Einstellung an den Tag legt, wurde der Kelsterbacher Trainer diesmal bitter enttäuscht. „Die Art und Weise hat mir gar nicht gefallen“, sagte Horst. Er prangerte die fehlende Mentalität an: „Da müssen einige Spieler dran arbeiten.“ Sein ernüchterndes Fazit: „Das war unser schlechtestes Spiel.“

Zwei Minuten lang sah es so aus, als käme Kelsterbach gut ins Spiel. Manuel May verteilte im Mittelfeld einige Bälle, die Gastgeber waren noch aggressiv am Mann. Doch das erwies sich als Strohfeuer. Denn in der dritten Minute senste Atay Koustar den überragenden Fuldaer Leon Pomnitz im Strafraum um. Der Gefoulte verwandelte den Elfmeter zum 1:0. Und von Kelsterbach war in dieser Partie fortan nichts mehr zu sehen. Der Rückstand wirkte wie ein Nackenschlag, von dem sich der Aufsteiger nicht mehr erholte.

Fulda hatte leichtes Spiel, konnte in aller Ruhe von hinten aufbauen und zeigte seine ganze Klasse. Nach weiteren Chancen folgte in der 35. Minute das 2:0. Nach Flanke von Dustin Ernst nickte Dennis Müller ein. Danach folgte die erste und einzige Torchance der Kelsterbacher – Leo Hasenstab verzog (37.). Auch im zweiten Abschnitt kam von Kelsterbach kaum Gegenwehr. Nach 63 Minuten krönte Pomnitz seine starke Leistung nach einem Solo mit einem wuchtigen Schuss aus 17 Metern in den Winkel – es hieß 3:0. Diesen Vorsprung verwalteten die Gäste bis zum Schluss souverän. „Ab der dritten Minute war das teilweise nicht mal Verbandsliga-tauglich“, musste Horst eingestehen.

(cn)

Auch interessant

Kommentare