1. Startseite
  2. Region
  3. Kreis Groß-Gerau
  4. Kelsterbach

Meerschweinchen haben neues Zuhause

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Lecker: Ein Stückchen saftige Gurke geht bei Meerschweinchen immer.
Lecker: Ein Stückchen saftige Gurke geht bei Meerschweinchen immer. © Mara Paul

Die Schützlinge von Meerschweinchen in Not sind umgezogen. Sie wohnen nun im Tierschutzhaus in der Mörfelder Straße 36. Der Verein könnte noch weitere Hilfe gebrauchen – in Form von Patenschaften oder ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Ein Stückchen Gurke gefällig? Munter flitzen sie hin und her, quietschen dabei vor Vergnügen und erbetteln sich ein Leckerli. Nicht allen Meerschweinchen geht es so gut wie im Tierschutzhaus. Unter dem Dach der Mörfelder Straße 36 ist der Verein Meerschweinchen in Not (MiN) angesiedelt. Vor wenigen Tagen nahm er dort seine neue Meerschweinchenstation in Betrieb.

Judith Wagner, Vorsitzende des Tierschutzvereins und seit 3. März auch von MiN, erinnert an die Gründe für diese Neuanschaffung. Ihre Vorgängerin Karoline Neudert hatte sich aus persönlichen Gründen nicht zur Wiederwahl gestellt. So kam es, dass Wagner den Führungsposten von MiN übernahm. Problematisch wurde es, weil sich das bisherige Meerschweinchendomizil auf Neuderts Privatgrundstück befand und in eine Gartenhütte eingebaut war. Also musste eine Station für eine platz- und artgerechte Haltung der Schweinchen für das Tierschutzhaus herbei.

Vier Wochen sinnierten Mitglieder von MiN, wie diese neue Station aussehen sollte – und worauf sie Wert legten. Ihre Parzellen sollen sich je nach Bedarf mit flexibel einsetzbaren Elementen vergrößern oder verkleinern lassen. Das neue Domizil sollte innen abwaschbar sein und für eine optimale Reinigung über herausziehbare Böden verfügen. Überhaupt sollte die neue Station über sehr viel Plexiglas verfügen, durch das die Tiere ihre Umwelt sehen können.

Vier Meter Lauffläche

Als die Planung stand, wurde eine Firma mit dem Bau beauftragt. Die neue Station zählt 16 Gehege, deren Größe sich variieren lässt. So können kranke oder frisch operierte Tiere isoliert, aber auch Platz für Großgruppen über vier Meter Lauffläche kann geschaffen werden.

Interessierte Tierfreunde haben jeden Freitag zwischen 15 und 17 Uhr die Möglichkeit, die neue Meerschweinchenstation zu be-sichtigen – obendrein anlässlich des Sommerfest des Tierschutzvereins und MiN am Sonntag, 12. August, zwischen 11 und 17 Uhr mit Speisen und Getränken.

Doch wie ist das mit der Vermittlung der kleinen Schweinchen? Hingehen, angucken, sich eins aussuchen und mitnehmen ist nicht drin. Zunächst erfolgt ein Beratungsgespräch. Danach erfolgt eine Vorkontrolle durch MiN-Mitglieder, ob die Tiere am Standort des Bewerbers geeignet gehalten werden können. Sie werden nicht einzeln vermittelt, sondern entweder zu bereits vorhandenen Tieren oder mindestens zu zweit.

Kein Kinderspielzeug

Wagner betont: „Meerschweinchen sind Fluchttiere und nicht als Kinderspielzeuge geeignet“. Zurzeit beherbergt die Station etwa 30 Meerschweinchen, darunter zehn Mädchen und acht Bübchen, die MiN aus einem Notfall aufgenommen hat. Die meisten Weibchen waren bereits tragend. Acht Junge sind geboren, weitere werden erwartet.

MiN verfügt über etwa 30 Pflegestellen im Umkreis von etwa 100 Kilometern, wünscht sich jedoch dringend weitere Pflegestellen und ehrenamtliche Mitarbeiter für die Reinigung der Station, zur Mithilfe bei Veranstaltungen sowie Vorkontrollen. Darüber hinaus will MiN seinen zweiten Raum mit einer Meerschweinchenstation ausstatten. Dafür werden Sponsoren gebraucht. Die Kosten pro Gehege betragen 350 Euro. Insgesamt kostet eine Station 5500 Euro. Über Spenden für diesen Zweck mit dem Kennwort „Gehege“ oder „Station“ freut sich MiN auf dem Konto DE 25 508 525 530 001 037 316 bei der Kreissparkasse Groß-Gerau.

Für den Nachwuchs können über die Homepage von MiN unter für 15 Euro Patenschaften und für 30 Euro Kastrationspatenschaften abgeschlossen werden.

Auch interessant

Kommentare