Zahlreiche Beratungsangebote

Neues Familienzentrum in Kelsterbach

  • vonLeo Postl
    schließen

Von der Erziehungsberatung über die Demenzgruppe bis zum Erste-Hilfe-Kurs: Das neue Familienzentrum richtet sich an alle Generationen. Nun öffnet es seine Pforten.

Die Tür des Gemeindesaales in der katholischen Gemeinde St. Markus öffnet sich einen Spalt, dann lugen Kinder herein, die ein Schild mit sich tragen. Es ist das neue Logo des Familienzentrums Kelsterbach. Im Saal gibt es Beifall für die kleinen Botschafter vom angrenzenden Kinderhaus Don Bosco. Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) hatte zusammen mit den anderen Kooperationspartnern des Familienzentrums den Startschuss gegeben. Mit im Boot des Familienzentrums Kelsterbach sitzen neben dem Netzwerk der „Familienstadt“ noch der Caritasverband Offenbach, vertreten durch ihre Außenstelle in Rüsselsheim, sowie die Stadt Kelsterbach.

„Wir eröffnen heute kein neues Haus, sondern eine Anlaufstelle, in die viele Beratungsangebote eingebunden sind“, beschrieb Caritas-Direktor Bernd Bleines die Funktion des Familienzentrums Kelsterbach. Die Familienstadt Kelsterbach, in der es bereits viele Hilfsangebote gibt, hatte sich um ein Familienzentrum bei der zentralen Koordinierungsstelle des Landes Hessen beworben. Da sie alle Voraussetzungen erfüllt hat, kommt sie nun in den Genuss der Förderungen von jährlich 12 000 Euro. Dennoch bleibt ein Fehlbetrag von rund 20 000 Euro, den sich die Caritas und die Stadt Kelsterbach paritätisch teilen.

„Unser Angebot für Ratsuchende in vielen Belangen ist schon recht groß, aber wir als kleine Stadt hatten dennoch den Anspruch, das Angebot um ein Familienzentrum zu erweitern“, betonte Bürgermeister Ockel – wohl auch mit Blick auf die zusätzlichen Kosten. Unter dem Dach des Caritas-Zentrums Rüsselsheim bietet das erweiterte Netzwerk des Familienzentrums Kelsterbach nun ein erweitertes Beratungsangebot an. Neben Erziehungs- und Eheberatung kommen eine allgemeine Lebensberatung, Schwangerenberatung sowie die Demenzgruppe „Tatsache“ hinzu.

Zusätzlich wird es weitere offene Angebote geben, die von allen Bürgern in Anspruch genommen werden können. So soll bald ein Winterspielplatz für zwei- bis sechsjährige Kinder in der Kita Don Bosco eingerichtet werden. „In der Zeit, wo es draußen kalt ist, wollen wir den Kindern einen größeren Raum zum Spielen bieten“, erklärt Carola Oberbillig, die eine 50-Prozentstelle der Caritas im Familienzentrum inne hat. Zudem ist ein „Baby-Frühstück“ geplant, wo sich Eltern von Neugeborenen austauschen können. „Es soll auch immer eine Fachkraft dabei sein, damit aufkommende Fragen auch gleich beantwortet werden können“, sagte Jessica Ranitzsch, stellvertretende Leiterin der Caritas-Außenstelle in Rüsselsheim.

Neben Bildungsangeboten soll auch gemeinsam gekocht werden, beim Frühlingsbasteln sollen sich möglichst viele Generationen begegnen. Ein Erste-Hilfe-Kurs für Kinder gehört ebenso zum erweiterten Angebot im Familienzentrum wie ein Mutter-Fit-Kurs oder das PEKIP (Prager Eltern-Kind-Programm), bei dem die Arbeit mit Eltern und ihren Kindern in den ersten Lebensjahren im Vordergrund steht.

Pfarrer Franz-Josef Berner von der katholischen Gemeinde betont, dass das Familienzentrum eine überkonfessionelle Einrichtung ist. „Es ist zwar hier bei uns angesiedelt, aber es ist kein katholisches Angebot“, so Berner. Gesucht werden noch ehrenamtliche Betreuer, die vorab eine Sonderausbildung erhalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare