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Susanne Erdweg (von vorne), Petra Noll, Nicole Bausch und Markus Bausch hatten beim FSC ihre Gaudi.

Besucher ließen es krachen

Oktoberfest: Das war los in Dreieich, Neu-Isenburg und Kelsterbach

Ob in Neu-Isenburg, Dreieich oder Kelsterbach: Bei den dortigen Oktoberfesten ging es am Wochenende mächtig rund. Zumeist gewandet in Dirndl, Lederhose und Janker, feierten die Besucher eine riesige Gaudi. Zünftige Speisen und ein tolles Programm taten das Übrige.

Die wahren Fans wissen eben, was sie erwartet – nicht ohne Grund war das Oktoberfest des Handballsportvereins (HSV) Götzenhain schon seit Mai ausverkauft. Am Freitagabend bewiesen die Handballer wieder einmal, dass sie grandiose Partys auf die Beine stellen können. Schon zur Premiere vor sieben Jahren hatte der Verein die „Isartaler Hexen“ gewonnen, nach drei Jahren Pause und anderen guten Bands brachten die acht Mädels aus Bayern und Österreich beim HSV-Oktoberfest die Bude wieder zum Brennen. Vom ersten Lied an war die Tanzfläche dicht besetzt. Die Musikerinnen mit Saxophon, Trompete, Posaune, Schlagzeug und Keyboard sind spannend besetzt und hervorragend ausgebildet. Die Chemie in der Damenband stimmt, und so können sie Schlager und Pop – von Andreas Gabalier bis „Sunrise Avenue“ – mit einer perfekten Show für Auge und Ohr auf die Bühne zaubern.

Aber nicht nur die Band gab bis nach Mitternacht Vollgas, auch die Gäste in der zauberhaft blau-weiß dekorierten HSV-Halle in der Langener Straße hatten sich fesch gemacht. Die Damen rockten in schönsten Dirndln, die Männer in zünftigen Trachten durch die Nacht. „Es ist immer wieder eine Freude, dieses Partytreiben zu beobachten“, freute sich die stellvertretende HSV-Vorsitzende Waltraud Kalusa. Seit Wochenbeginn hatten die Mitglieder in gemeinsamer Arbeit alles daran gesetzt, dass das Oktoberfest wieder ein solcher Erfolg wird. „Alle ziehen an einem Strang, und langsam wird es auch leichter, weil jeder weiß, was zu tun ist. Und das Ergebnis entschädigt für die Arbeit“, betonte Waltraud Kalusa. Im Team seien alle sehr interessiert daran gewesen, die erste Schicht zu übernehmen, um den Rest des Abends selbst feiern zu können, aber auch das habe sich geregelt. Und die Mädels hinter der Sekttheke hatten auch um Mitternacht noch sichtlich ihren Spaß.

„Es ist großartig, dass es solch ein Fest in unserer Stadt gibt“, sagte Martina, die mit einer ganzen Gruppe zum Feiern gekommen war. „Wir waren in diesem Jahr auch schon in Frankfurt auf dem Oktoberfest – aber hier ist die Stimmung mindestens genauso gut. Die Musik ist grandios, und ich kenne 70 Prozent der Gäste, was es dann richtig lustig werden lässt“, freute sich die Götzenhainerin über diesen schönen Abend. Sie und alle anderen Oktoberfest-Fans können sich den Termin für 2017 schon einmal notieren: Am 6. Oktober werden die „Isartaler Hexen“ Götzenhain wieder zum Tanzen bringen.

Auch die Neu-Isenburger hatten die Trachten ausgepackt. Die Siedlergemeinschaft hatte in der Buchenbuschhalle zum zünftigen Oktoberfest eingeladen. Die „Rhönland-Band“ sorgte für die passende Stimmung mit vielen bekannten Volksmusik- und Schlagermelodien – und die Isenburger schunkelten fleißig mit. Etwas über 200 Leute waren gekommen, darunter auch Erster Stadtrat Stefan Schmitt und die Stadtverordneten Patrick Föhl und Maria Sator-Marx.

Für Peter Braun, den Vorsitzenden der Siedlergemeinschaft, hätten es ruhig noch mal 100 Gäste mehr sein können, damit die Halle voll ist. „Ich bin trotzdem zufrieden, wir hatten befürchtet, dass noch weniger Leute kommen“, so Braun. Das Fest der Siedlergemeinschaft, das nun zum 59. Mal gefeiert wurde, sei in den vergangenen Jahren immer ein bisschen kleiner geworden. „Das ist aber nicht so schlimm. Wichtig ist uns, dass die Leute, die kommen, ihren Spaß daran haben.“

Aufwand bedeute der Aufbau in der Halle schon. „Wir haben am Mittwoch angefangen, und zum Glück hat unsere Fußballmannschaft beim Auslegen der großen Teppiche geholfen, sonst wäre es sehr schwierig geworden“, bedankte sich Braun bei den Kickern, die am Samstagabend auch an den Zapfhähnen standen. Für kommendes Jahr, zum 60. Jubiläum des Festes, verspricht Braun eine große Oktober-Sause mit den „Haderlumpen“. „Das trifft sich ganz gut, die Band feiert ihren 30. Geburtstag und wir das 60. Fest.“

„O’zapft is“ hieß es ebenfalls beim gut besuchten Oktoberfest des Freizeitsport Clubs (FSC) Kelsterbach. Nicht nur Vorsitzender Burkhard Engelke und Kassiererin Petra Noll empfingen die Gäste im Vereinsheim in herrlichen Trachten. Auch die meisten Besucher waren eigens für die Gaudi in fesche Dirndl, Trachtenhemden, Janker und Lederhosen geschlüpft, um mit der Konkurrenz mithalten zu können.

Die großen Ausschnitte der Dirndl-Blusen boten männlichen Besuchern Blicke auf die gelupften Dekolletés der Damen. Da war die Gaudi groß – und das Abendessen mit Krustenbraten, Leberkäse, Weißwürsten, Brezeln und Münchner Oktoberfestbier vom Fass mundete den Besuchern gleich doppelt so gut.

Freilich geizten auch die Herren nicht mit ihren Reizen und präsentierten unter kurzärmeligen Trachtenhemden ihre trainierten Bizeps, und die kurzen Lederhosen offenbarten ihre strammen Waden. Diese Muskelmassen kamen im Laufe des Abend bei verschiedenen Spielen zum Einsatz, als es unter spaßigen Anfeuerungsrufen zum Nagelbalken und Maßbierstemmen ging.

Insgesamt hatten sich die Veranstalter auf 90 bis 100 Besucher eingestellt. 65 hatten sich vorab angemeldet, weitere Gäste stießen im Laufe des Abends hinzu. Nach dem Motto „Platz ist in der kleinsten Hütte“ war jeder willkommen, solange das Vereinsheim und ein Pavillon im Freien noch Platz boten. Die Einnahmen legt der FSC laut Vereinschef Engelke zunächst auf die hohe Kante. Eigentlich habe der Verein bereits für dieses Jahr einen Anbau geplant gehabt, der sich aber auf 2017 verschiebe.

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