Landratswahl am 6. Dezember

Der Pirat Christian Hufgard will Landrat werden

Die Piraten kürten bei ihrer Aufstellungsversammlung in Kelsterbach neben einer Liste für die Kreistagswahl 2016 auch einen Kandidaten für die Landratswahl am 6. Dezember.

Die Piraten kürten bei ihrer Aufstellungsversammlung in Kelsterbach neben einer Liste für die Kreistagswahl 2016 auch einen Kandidaten für die Landratswahl am 6. Dezember. Die Wahl fiel auf Christian Hufgard, der bereits bei einigen Wahlen für die Piratenpartei angetreten ist.

Christian Hufgard freute sich über seine Wahl, gibt sich aber im Hinblick auf einen Sieg selbstkritisch: „In Anbetracht der seit Jahren sinkenden Wahlbeteiligung glaube ich nicht an einen Überraschungssieg.“ Es sei traurig, wie wenige Menschen mitbestimmen wollten, wer sie als Landrat vertrete. „Aus dem Grund ist mein oberstes Ziel auch, möglichst viele Menschen zur Stimmabgabe zu motivieren. Es ist mir unbegreiflich, wieso die Landratswahl nicht mit der Kommunalwahl zusammengelegt worden ist. Dies verursacht unnötige Kosten.“

Thematisch will sich Hufgard auf Kernthemen der Piratenpartei konzentrieren: Bürgerrechte, Datenschutz und gesellschaftliche Teilhabe. Vor allem bei Letzterer sieht er einige Herausforderungen in den nächsten Jahren. „Ich finde es befremdlich, wenn der amtierende Landrat Thomas Will von einer ,Flüchtlingsproblematik’ spricht. Ich möchte lieber über die Probleme der Geflüchteten sprechen und ihnen helfen, im Kreis eine neue Heimat zu finden. Das Rhein-Main-Gebiet wird in den nächsten Jahren einen enormen Bevölkerungszuwachs erleben. Diesen sozialverträglich zu gestalten, ist eine Mammutaufgabe.“

Des Weiteren möchte Hufgard Freifunk-Initiativen im Kreis gefördert sehen und die Sitzungen des Kreistags und der Ausschüsse im Internet übertragen lassen. „Demokratie lebt davon, dass jeder den Abgeordneten bei der Arbeit zusehen kann. Protokolle im Anschluss zu veröffentlichen, ist bei weitem nicht genug“, erklärt er.

Christian Hufgard ist 36 Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Kelsterbach. Er arbeitet als Software-Architekt in Raunheim. In seiner Freizeit spielt er Basketball und trainiert – wenn dafür Zeit bleibt – die philippinische Kampfkunst „Modern Arnis“.

(fnp)

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