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Piraten denken über eigenen Landratskandidaten nach

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Von: Leo Postl

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Mit einem eigenen Kandidaten für die Landratswahl könnten die Piraten ihre Politik im Kreis besser in die Öffentlichkeit tragen. Darüber wurde jüngst beim Stammtisch in Kelsterbach nachgedacht.

Vertreter des Kreisverbandes der „Piraten“ haben sich zum Stammtisch in Kelsterbach getroffen. „Wir diskutieren bei diesen Treffen meist die aktuelle Situation und wie wir für die Bürger etwas erreichen können. Heute steht jedoch die kommende Landratswahl als großes Thema auf unserem Gesprächsplan“, so Gernot Köpke, politischer Geschäftsführer der Piraten im Kreis Groß-Gerau.

Bekanntlich endet Mitte nächsten Jahres die Amtszeit von Landrat Thomas Will (SPD), zudem stehen im Frühjahr 2016 Kommunalwahlen an. Nun wäre es aus mehrfachen Gründen sinnvoll, beide Wahlen an einem Termin durchzuführen, wie die Piraten meinen. Doch Thomas Will plädiert für die Landratswahl für einen eigenen Wahlgang. Nach seinem Vorschlag soll der Landrat am 6. Dezember diesen Jahres gewählt werden, die Kommunalwahlen sind für Februar 2016 vorgesehen. „Das kostet doch alles unnötig Geld, und zudem wäre bei einem gemeinsamen Termin die Wahlbeteiligung höher“, argumentiert Christian Hufgard, der im Juni 2014 als Bürgermeisterkandidat für Die Linke in Kelsterbach gegen Manfred Ockel (SPD) und Daniel Wenzel (CDU) antrat.

Zusammenlegung möglich

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Wahl des neuen Landrates frühestens sechs Monate und spätestens drei Monate vor dem Ende der Amtszeit erfolgen muss. Eine Zusammenlegung beider Wahlen wäre also möglich.

Will argumentiert aber dahingehend, dass bei der Einführung der Direktwahlen deren Abkoppelung von den Listenwahlen bewusst gewollt wurde, um die Persönlichkeitswahl hervorzuheben. Die SPD und die Grünen im Kreis sind sich bereits einig, die Landratswahl auf den 6. Dezember zu legen.

Noch keine Namen

„Wenn das so kommt, dann werden wir mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen gehen“, sagt Gernot Köpke. Die Piraten sehen darin eine große Chance, dass mit ihrem Kandidaten für die Landratswahl auch ihre politischen Themen und Ziele besser in die Öffentlichkeit getragen werden können. „Die Kandidaten werden ja einzeln vorgestellt, und sicherlich wird es auch eine Podiumsdiskussion geben, da wird sich unser Kandidat präsentieren können“, so Christian Hufgard.

Wer das sein wird, darüber muss noch eine Versammlung befinden. Namen eines Kandidaten wollten die Piraten noch nicht nennen. „Wir sind auch schon zufrieden, wenn sich später eine andere Partei unserer Themen annimmt und diese umsetzt – dann haben wir auch schon was für die Bürger reicht“, so Hufgard.

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