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Ihm geht es um das Auftreten seiner Mannschaft: Kelsterbachs Trainer Ralf Horst.

Fußball

Ralf Horst appelliert an den Charakter seines Teams

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In der Fußball-Hessenliga erwartet Viktoria Kelsterbach am Samstag (15 Uhr, Sportpark) RW Darmstadt zum Kellerduell.

Wenn man die Tabelle betrachtet, ist es die wohl allerletzte Chance für die Mannschaft von Viktoria Kelsterbach, im Kampf um den Klassenverbleib noch ein Wörtchen mitzureden. Geht man weiter von drei festen Absteigern aus, ist ein Heimsieg des Vorletzten gegen den Drittletzten RW Darmstadt Pflicht. Zwar stehen beide Teams derzeit auf einem Abstiegsplatz, doch der Viertletzte SV Steinbach kommt so gar nicht in die Gänge und könnte durchaus noch abgefangen werden – von Kelsterbach oder Darmstadt. Die Steinbacher liegen derzeit neun Punkte vor Kelsterbach und acht Zähler vor Darmstadt, haben aber auch zwei Spiele weniger bestritten als ihre Konkurrenten.

Umso brisanter wird das direkte Aufeinandertreffen der beiden Kellerkinder am Samstag. Von einem „Endspiel“ möchte Ralf Horst aber nichts wissen.

Der Kelsterbacher Coach war zu Wochenbeginn noch mit der Darbietung seiner Mannschaft bei der 0:3-Auswärtsniederlage am vergangenen Sonntag bei Viktoria Griesheim beschäftigt. „So können wir nicht auftreten. Da haben wir uns präsentiert wie ein Absteiger. Da muss meine Mannschaft mehr Charakter zeigen“, erklärt Ralf Horst.

Die Art uns Weise, wie die Kelsterbacher sich in Griesheim teilweise ergaben, möchte der Aufstiegs-Trainer nicht noch einmal erleben. Deshalb erwartet er auch eine Reaktion gegen RW Darmstadt – und deshalb sieht er die kommende Partie auch „nicht als Endspiel“. Die bisherigen vier Siege lassen Ralf Horst die Situation realistisch bewerten: „Wahrscheinlich spielen wir nächste Saison in der Verbandsliga.“ Dennoch bestehen theoretisch noch Chancen auf den Ligaverbleib. Lange arbeiteten die Kelsterbacher dem Ziel entgegen, endlich einmal in Hessens höchster Spielklasse dabei sein zu können. Nun sind es immerhin noch mindestens sieben Partien in der Hessenliga. „Ich möchte, dass sich meine Mannschaft da zerreißt. Bei dem einen oder anderen war es zuletzt so, dass er nicht alles gegeben hat“, stellt Horst klar. Da könnte sich am Samstag auch in der Aufstellung bemerkbar machen. Fest steht, dass Tobias Fischer nach seiner Gelb/Roten Karte aussetzen muss. Mit Marius Antinac (zurück nach Gelb/Rot-Sperre) und Alexander Scholz (nach Prellung wieder fit) kehren laut Horst „zwei Alternativen in den Kader zurück“.

Die Planungen für die kommende Runde laufen in Kelsterbach derweil weiter zweigleisig. Mit der bisherigen Entwicklung ist Ralf Horst zufrieden. Der Verein befinde sich in aussichtsreichen Gesprächen – sowohl mit Spielern aus dem aktuellen Kader als auch von anderen Vereinen. 13 Zusagen aus dem derzeitigen Kader würden bereits vorliegen. Mit Marc Eichfelder steht aber auch ein Abgang fest. „Er hat uns mitgeteilt, dass er den Verein verlassen wird“, sagt Ralf Horst. Wohin es Eichfelder ziehen wird, sei nicht bekannt. Laut Kreisblatt-Informationen wechselt Eichfelder im Sommer zu RW Walldorf.

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