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Schauen schon bald wieder genau hin, was die Viktoria-Spieler auf dem Platz so treiben: Trainer Ralf Horst (links) und sein Bruder Kai.

Fußball

Ralf Horst: Gekommen, um zu bleiben?

Es kam nicht überraschend: Ralf Horst ist nach seiner Auszeit wieder an Bord bei Viktoria Kelsterbach. Doch der Rückkehr könnte am Saisonende der endgültige Abschied folgen.

Die Rückkehr des langjährigen Chefcoachs Ralf Horst auf die Bank des Fußball-Verbandsligisten Viktoria Kelsterbach ist nun offiziell. Der 41-Jährige wird mit Beginn der Vorbereitung am 22. Januar wieder das Zepter bei der Viktoria übernehmen, wie der Traditionsverein auf seiner Homepage bekanntgab.

Bereits vor dem wegen Schneefalls abgesagten Jahresabschluss am 10. Dezember in Zeilsheim war durchgesickert, dass Horst nach einer wochenlangen Auszeit wieder seine Arbeit in Kelsterbach aufnimmt (wir berichteten).

Letzte Details hatte Horst zu Wochenbeginn mit dem Vorstand und der Sportlichen Leitung besprochen. „Darüber hinaus sollen schon bald weitere Gespräche über die weitere Zukunft geführt werden, um möglichst frühzeitig Planungssicherheit zu haben“, hat der Verein noch bekanntgegeben. Doch der Verbleib von Horst, der Anfang November aus privaten Gründen um eine Auszeit gebeten hatte, ist mehr als unsicher. „Momentan geht die Tendenz klar in Richtung Abschied“, sagte der frühere Junioren-Nationalspieler dieser Zeitung.

Horst blickt mittlerweile auf eine rund zehnjährige Trainertätigkeit bei der Viktoria zurück. „Ich habe den Verantwortlichen gesagt, dass wir jetzt erst mal Weihnachten und Silvester feiern“, erklärte Horst, der die Viktoria in der abgelaufenen Saison zum Hessenliga-Aufstieg und damit größten Erfolg in der Vereinsgeschichte geführt hatte. Schon nach dem Wiederabstieg dachte Horst ernsthaft über seinen Abschied vom Club an der Kirschenallee nach, sagte aber noch einmal für eine weitere Saison zu. Sollte die Zeit von Ralf Horst in Kelsterbach tatsächlich enden, stünden mit Dominic Machado und Dominique Groß bereits zwei potenzielle Kandidaten aus den eigenen Reihen in den Startlöchern.

Offensivmann Machado ist seit dieser Saison spielender Co-Trainer und darüber hinaus Teamsprecher, der ebenfalls noch aktive Keeper Groß auch noch als Torwartcoach tätig. Und dann wäre da auch noch Co-Trainer Holger Müller, der während Horsts Abwesenheit in die Rolle des Chefcoachs geschlüpft war. „Natürlich kämpft der Verein um mich. Aber dauerhaft wird sich der Verein an etwas Neues gewöhnen müssen. Und da hätten wir mit Machado und Groß beispielsweise zwei Kandidaten, die wir ja jetzt schon heranführen“, meinte Horst.

Bei den Planungen spielt natürlich auch der weitere sportliche Verlauf eine gewichtige Rolle. „Wir wollen in der Rest-Rückrunde so schnell wie möglich die Punkte für den Klassenerhalt beisammen haben, damit wir auch frühzeitig planen können“, erläuterte Horst. Mit 26 Punkten haben sich die Kelsterbacher ein ordentliches Polster erspielt, „worauf wir uns aber nicht ausruhen wollen“, so der 41-Jährige. Der Kader bleibt – Stand jetzt – zusammen und soll in der Winterpause noch an der einen oder anderen Stelle nachjustiert werden.

„Wir sind mit drei, vier Spielern in Gesprächen. Da wird noch was passieren“, verriet Horst. Möglicherweise sind die Neuzugänge am 20. Januar beim Offensiv-Cup, dem großen Hallenturnier des Höchster Kreisblatts, dem ersten Auftritt der Viktoria im neuen Jahr, zu bestaunen. Zwei Tage später beginnt dann offiziell die Vorbereitung der Kelsterbacher, die insgesamt vier Testspiele bestreiten, ehe es bereits am 18. Februar im Nachholspiel beim SV Zeilsheim wieder um Punkte in der Verbandsliga geht.

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