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Das Remis war drin

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Von: Christian Neubauer

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Aller Einsatz reichte nicht: Kelsterbachs Spielführer Manuel May (rechts) kämpft in dieser Szene gegen den Dreieicher Toni Reljic um den Ball.
Aller Einsatz reichte nicht: Kelsterbachs Spielführer Manuel May (rechts) kämpft in dieser Szene gegen den Dreieicher Toni Reljic um den Ball. © Marcel Lorenz

In der Fußball-Hessenliga musste sich Viktoria Kelsterbach gestern Abend dem neuen Tabellenführer SC Hessen Dreieich mit 1:2 geschlagen geben.

Auch im sechsten Versuch reichte es für die Mannschaft von Trainer Ralf Horst nicht zum ersten Sieg in der neuen Spielklasse. Im Nachholspiel vom ersten Spieltag, das wegen eines Unwetters nach einer Stunde abgebrochen werden musste, war der Aufsteiger auf dem heimischen Kunstrasen nah dran an einem Punktgewinn. Am Ende setzte sich aber doch die Klasse des Spitzenreiters – gespickt mit zahlreichen höherklassig erprobten Spielern – durch.

Druckvoller Beginn

Die Kelsterbacher begannen druckvoll. Mit dem Pressing der Gastgeber kam Dreieich zunächst gar nicht klar und somit auch gar nicht ins Spiel. Den ersten Warnschuss in Richtung des Favoriten gab Manuel May ab. Sein Versuch aus 25 Metern ging aber über das Tor (11.). Dreieich kam erstmals in der 17. Minute gefährlich vor das Tor der Gastgeber. Nach einem Freistoß von Mokhtari köpfte Opper aber knapp neben das Tor. Danach scheiterte Mokhtari an Saula (31.).

Aber auch Kelsterbach kam zu guten Chancen. Nur zwei Minuten später verzog Krause (33.). In der 37. Minute scheiterte Marius Antinac per Lupfer knapp an Torwart Schürmann. Kurz vor der Pause war es aber geschehen. Nach einem langen Ball zögerte Torwart Nemanja Saula einen Moment zu lange. Das nutzte Dreieichs Top-Stürmer Amani und köpfte zum etwas überraschenden 1:0 ein (45.).

So bitter wie die erste Hälfte endete, ging es im zweiten Abschnitt gleich weiter. Nach einer Flanke von rechts war erneut Amani mit dem Kopf zur Stelle – 2:0 (47.). Kelsterbach antwortete mit einem 20-Meter-Schuss von Manuel May – der aber knapp vorbei ging (50.). Dann keimte Hoffnung in Reihen der Kelsterbacher. Nach dem Zuspiel von May vollstreckte Leo Hasenstab eiskalt zum 1:2 (58.). Kelsterbach drängte danach auf den Ausgleich, musste aber auch noch bei einigen Kontern des SC Hessen Dreieich zittern. Zum – nach einer engagierten Leistung – verdienten Ausgleich reichte es für Kelsterbach aber nicht mehr. Die besten Chancen zum möglichen 2:2 vergaben Christopher Krause (80.) und Marius Antinac (89.).

„Trotzdem ziehe ich den Hut vor der Mannschaft für diese couragierte Leistung“, meinte der Sportliche Leiter Christian „Ossi“ Trupkovic.

Nun kommt Fulda

Bereits am Samstag geht es für Viktoria Kelsterbach weiter. Um 15 Uhr gastiert Borussia Fulda im Sportpark. Die Gäste – trainiert vom ehemaligen Eschborner Thomas Brendel – weisen bislang auf Rang acht eine recht ausgeglichene Bilanz aus (2 Siege, 3 Unentschieden, 1 Niederlage).

Wie so oft in den bisherigen Partien geht die Viktoria auch diesmal als Außenseiter an den Start. Nach nur einem Punkt aus den ersten sechs Partien im hessischen Oberhaus möchten die Kelsterbacher aber endlich den ersten Dreier bejubeln. Die nächste Chance bietet sich am Samstag gegen Fulda – was ebenfalls sehr schwer wird. Trupkovic ist sich sicher: „Wenn wir gegen Fulda so spielen wie heute, werden wir punkten.“

Viktoria Kelsterbach: Saula – Tschakert (46. Imsameh), Weigand, Fischer, Gürtler – Antinac, May, Eichfelder, Krause, Hasenstab (74. Machado) – Scholz (72. Schifaudo). SC Hessen Dreieich: Schürmann – Opper, Eckerlin, Talijan, Lekaj – Amiri, Alikhil, Klein, Mokhtari, Reljic – Amani (83. Lagator). Schiedsrichter: Unholzer (Birkenau). Zuschauer: 400. Tore: 0:1 Amani (45.), 0:2 Amani (47.), 1:2 Hasenstab (58.).

(cn)

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