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Die Mitglieder des Bauausschusses besichtigten beim einem Rundgang das Sport- und Wellnessbad, das einer Revision unterzogen worden war.

Sanierung

Schönheitskur fürs Kelsterbacher Wellnessbad

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Viele kleine Abnutzungserscheinungen wurden bei der Schönheitskur des Kelsterbacher Sport- und Wellnessbades ausgebessert. Und eine vermeintlich kleinere Reparatur wuchs sich zu einem größeren Problem aus.

„Stellen Sie sich vor, in Ihrem Bad zu Hause würden täglich so 50 bis 60 Gäste ein und aus gehen, da nutzt sich schon mal was ab, oder es geht gar mal was zu Bruch.“ So erklärte Oliver Kohnen, Betriebsleiter der Gesellschaft für Entwicklung und Management von Freizeitsystemen (GMF), die Lage im Kelsterbacher Sport- und Wellnessbad. Dort gehen jährlich mehr als Tausende von Menschen ein und ausgehen – das bringt Abnutzungserscheinungen mit sich. Deshalb wurde das beliebte Bad von Montag, 17. September, bis gestern seiner jährlichen Revision unterzogen. Ab heute nimmt das Sport- und Wellnessbad nicht nur wieder seinen Betrieb auf, sondern es erstrahlt auch im neuem Glanz.

Zwei Wochen lang wurden Fliesen erneuert, Wände und Holzhäuschen gestrichen, sowie zahlreiche Filter im Untergrund gereinigt und ausgetauscht. Am Donnerstagabend besuchte der Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt der Stadt Kelsterbach das „revisionierte“ Sport- und Wellnessbad.

Neben offensichtlichen kleinen Beschädigungen und Auswirkungen von Witterungseinflüssen gibt es zudem gesetzlich vorgeschriebene Revisionsarbeiten, wie das Reinigen und Austauschen von Filtern.

„Jetzt sieht alles schon wieder ganz vorzeigbar aus, doch vor ein paar Tagen waren hier noch mehr als 30 Handwerker im Einsatz“, erklärte GMF-Betriebsleiter Kohnen. Zur finalen Abnahme der Revisionsarbeiten kam auch eigens der Projektleiter der Firma GMF, Thomas Eichhorn, aus Neuried nach Kelsterbach.

„Unten im Technikbereich ist schon alles wieder versiegelt, aber hier oben kann man doch an vielen Stehen recht deutlich sehen, was wir gemacht haben“, lud Kohnen die Mitglieder des Kelsterbacher Bauausschusses zu einem informellen Rundgang ein. Zum Aufwärmen an diesem kühlen Abend ging es zunächst in den Saunabereich, der freilich noch außer Betrieb war. „Hier haben wir so eine spezielle Besonderheit“, zeigte Kohnen auf den Boden. Deutlich waren die unterschiedlichen Fliesen der Wassersammelrinne zu sehen. „Es waren nur kleine schadhafte Stellen, aber wir wollten kein Fliesen-Flockwerk, also haben wir uns zur kompletten Erneuerung entschlossen“, erklärte der Betriebsleiter. Das Problem war jedoch, dass es diese Fliesen, die vor genau zehn Jahren hier verwendet wurden nicht mehr gibt. „Also mussten wir ein Farbmuster einschicken, es wurden neue Fliesen für uns hergestellt, in einer etwas abweichenden Oberfläche – und das sieht man halt“, so Kohnen. Zudem dauert die Herstellung rund 16 Wochen. Wie gut, dass man noch einige im Fundus hatte.

In manchen Saunabereichen wurden die speziellen Saunaöfen erneuert und die Wände im Durchgangsbereich gestrichen. „Diese Liegen haben wir zu einem Sonderpreis erhalten und sogar noch zwei oder drei dazu geschenkt bekommen, weil wir nach der Saison bestellt haben“, erklärte Oliver Kohnen das Einkaufsglück. Im abgeschirmten Außenbereich erstrahlen alle Holzhäuschen im neuen rotbraunen Farbanstrich. „Das war nötig, denn die Witterung hat hier ihre Auswirkungen recht deutlich gezeigt. Begeistert waren die Besucher vom Inneren der Kota – obwohl hier kaum etwas verändert wurde.

Ein Problem war die zunehmend unter der Witterung, aber auch normalem Verschleiß leidende Bodenbeplankung aus Holz, die vom überdachten Bad auf die Liegewiese führt. „Hier gab es vermehrt Probleme mit absplitterndem Holz, somit haben wir hier jetzt eine Kunststoffbeplankung aus WPC-Material verwendet – aber schon vor der Revision“, erklärte Oliver Kohnen.

Dafür musste sich das Betriebspersonal jedoch mit einem anderen „Problem“ auseinandersetzten. „So mancher Raucher schnippte seine Zigarette weg, das ist Gift für den Belag“, plaudert der Betriebsleiter aus dem Nähkästchen.

Zu einem größeren Problem wuchs eine vermeinte kleine Reparaturstelle am Sprudelbecken im Familienbereich. aus. „Im Untergrund hatten wir eine kleine feuchte Stelle bemerkt und wollten den schadhaften Bereich an den Fliesen ausbessern. Aber am Ende wurde das Loch immer größer, so dass wir den gesamten Sockel erneuert haben“, so Kohnen.

Aufgrund des heißen Sommers – es kamen phasenweise zwischen 800 und 1200 Besucher täglich – hatten Betriebsleiter und Personal kaum Zeit, ihr Bad selbst zu nutzen. Die wirtschaftliche Bilanz sieht aber trotz der höheren Revisionskosten recht gut aus. „Wir liegen wieder voll im Plan“, gab Thomas Eichhorn einen positiven Ausblick auf die kommende Jahresbilanz.

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