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Schulcontainer werden nicht rechtzeitig fertig

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Von: Leo Postl

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Der riesige Autokran auf dem Hof der Karl-Treutel-Schule entlädt nur zwei Paletten Ausgleichsplatten ? und nicht die erhoffen Schulcontainer.
Der riesige Autokran auf dem Hof der Karl-Treutel-Schule entlädt nur zwei Paletten Ausgleichsplatten ? und nicht die erhoffen Schulcontainer. © Leo F. Postl

Drei Klassen der Karl-Treutel-Schule sollen nach den Ferien in Containern unterrichtet werden. Doch noch wurden sie nicht angeliefert.

Seit ein paar Tagen stehen an den Straßenrändern im Bereich nördlich der Karl-Treutel-Schule Halteverbotsschilder. Grund für diese Aktion ist wohl die Anlieferung der längst überfälligen Container-Klassenzimmer. Am Freitagmorgen stand plötzlich ein schwerer Autokran auf der einen, ein paar Meter weiter ein großer Lastwagen auf der anderen Seite der Friedrich-Ebert-Straße – zudem voll auf dem Zebrastreifen.

Schwieriger Parcour

Dass ein Durchkommen der Verkehrsteilnehmer einem schwierigen Parcour ähnelte, störte weder den Fahrer des Autokrans, noch den des Lastwagens. Das Tor zur Karl-Treutel-Schule war noch verschlossen, von Ordnungsbehörden keine Spur.

Dann tat sich doch noch etwas: Gegen 8 Uhr wurde das Tor zum Hof der Karl-Treutel-Schule geöffnet, der Autokran fuhr hinein und baute sich dort auf – nur um zwei Paletten „Ausgleichsplatten“ für die Container zu entladen. Nach zwei Stunden war der Spuk vorbei.

Kurz darauf stand eine Mutter mit ihrem Kind an der Hand am Tor der Karl-Treutel-Schule und schüttelte nur den Kopf. Eine weitere Person gesellte sich dazu. „Ich glaube, es gibt Dinge, die es so nur in Kelsterbach gibt“, meinte die enttäuschte Mutter, die vermutete, dass es mit der pünktlichen Funktionalität der Klassen-Container nichts wird.

In der letzten Sitzung des Bauausschusses, noch vor den Schulferien, hatte Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) noch bestätigt, dass die Schulcontainer pünktlich fertig seien. „Die müssen nur aufgestellt und die Anschlüsse verbunden werden“, hatte Ockel damals die Mitglieder des Bauausschusses wissen lassen.

Halteverbot verlängert

Daraufhin hatte Christian Hufgard (WIK) gleich reklamiert, dass man diese Situation an der Karl-Treutel-Schule schon länger hätte erkennen und entsprechend reagieren müssen.

Nun lässt die Stadt Kelsterbach in einer Pressemitteilung wissen, dass das Halteverbot auf den besagten Straßen bis zum 15. August verlängert wird. Schulbeginn ist jedoch am 6. August, also eine Woche vorher. Wo die Schulleitung jene drei Klassen, die ihren Unterricht in den Schulcontainern erhalten sollen, nun bis zu deren Fertigstellung unterbringen soll, ist fraglich. Sechs Wochen Sommerferien – wovon sich in den ersten drei Wochen nichts tat – haben nicht ausgereicht, um ein paar Schulcontainer aufzustellen.

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