Laternen in Kelsterbach

Straßenlampen auf LED umgestellt

  • vonLeo Postl
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In einem ersten Abschnitt werden derzeit rund ein Fünftel der Kelsterbacher Straßenlampen auf LED-Technik umgestellt. Bis 2018 sollen alle Laternen erneuert werden.

Derzeit sind im Kelsterbacher Stadtgebiet mehrere Hubsteiger der Firma Endres Lighting unterwegs, um die Lampenköpfe an den Straßenlampen auszutauschen. Diese sind nicht schadhaft oder defekt, vielmehr werden sie auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Nachdem im vergangenen Jahr die Stadt Kelsterbach mit der Süwag einen neuen Straßenbeleuchtungsvertrag abgeschlossen hatte, werden derzeit insgesamt 330 Leuchten auf LED-Technologie umgestellt. In zwei weiteren Umrüstungsabschnitten folgen in den Jahren 2017 und 2018 die restlichen 1230 Leuchten im Kelsterbacher Stadtgebiet.

Hubsteiger positionieren, einen neuen Lampenkopf in den Personenkorb legen, dazu das notwendige Montagewerkzeug und schon geht die Fahrt in die Höhe. Während Marvin Vogel, hoch oben den alten Lampenkopf abschraubt, kümmert sich ein Kollege unten auf der Straßenebene um das Innenleben im Lampenmast. Ist alles in Ordnung, geht es recht schnell: der alte Lampenkopf wird von dem neuen Kopf mit LED-Technik ersetzt, dann kommt die Sicherung wieder rein und die Sache ist erledigt. So ist es aber meistens nicht.

„Da kommt manchmal richtig museale Technik zum Vorschein oder es ist alles verrostet“, beschreibt Florian Bienias, Kommunalbetreuer der Süwag-Tochter Syna das Szenario der Unwägbarkeiten. „Wir wollen ja, dass wir uns in den nächsten 10 bis 15 Jahren nicht mehr um diese Dinger kümmern müssen“, begründet Binias den Austausch auch nur „zweifelhafter“ Technik. So müssen hin und wieder die technischen Einrichtungen in den Masten ausgetauscht werden, von der Sicherungsvorrichtung bis hin zur ganzen Kabellänge hoch zum Lampenkopf. Qualität geht vor Schnelligkeit, so das Motto der Syna.

Die alten Lampenköpfe werden mit neuen Leuchtentypen der Hersteller Schreder, für die großen Lichtpunkte, sowie Philips für die niedrigeren Leuchtmasten ersetzt. „Anstatt bisher 800 Watt an den Dreipunkt-Leuchtmasten, werden jetzt gerade mal 100 Watt verbraucht“, benennt Andreas Haus, regionaler Standortleiter der Syna, die beträchtlichen Energieeinsparung. Dies summiert sich in Kelsterbach, wenn alle Lampenköpfe ausgetauscht sind, auf einen Summe von 150 000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr – was derzeit mit rund 30 000 Euro an Einsparung zu Buche schlagen würde.

Doch die Umrüstung gibt es nicht für umsonst, mit einem abgestimmten Haushaltskonzept der Kommune wird der Austausch auf drei Jahre verteilt. Nach der europäischen Richtlinie ErP (Energy-related Products) sowie der Energieeinsparverordnung dürfen „Stromfresser“ nicht mehr in den Handel gebracht werden. „Wir haben uns für einen Austausch entschieden und erhalten dafür noch eine Zuwendung aus dem Fördertopf in Höhe von rund 28 000 Euro“, begründet Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) das Vorgehen. Außerdem steht die Überarbeitung der vorhandenen Fußgängerüberwege nach den überarbeiteten DIN-Vorschriften an.

Aufmerksamen Bürgern dürften die kleineren Lampenköpfe entlang der Südlichen Ringstraße und des Staudenrings aufgefallen sein. Von der Lichtausbeute oder auch dessen Farbetemperatur gibt es aber keine merklichen Unterschiede.

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