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Der Südpark in Kelsterbach, so wie er derzeit aussieht: vorne der große Teich und rechts der Wasserspielplatz.

Neues Konzept in 2019

Der Südpark ist Kelsterbachs Wohlfühloase

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Im größten Grün der Stadt, dem Südpark, möchten sich die Bürger gerne aufhalten und auch wohlfühlen. Vor allem soll er ein Begegnungsort für Bürger sein.

Schon beim ersten Workshop zur Umgestaltung der Freizeit-Oase am Südrand von Kelsterbach war sehr deutlich geworden: Die Bürger wünschen sich einen Südpark, in dem sie sich wohlfühlen. Alle Wünsche, Vorschläge und auch Forderungen wurden notiert und sollten auf ihre Realisierbarkeit hin vorgestellt werden. Dies geschah am Dienstagabend während einer ersten Präsentation in der Mensa der Integrierten Ganztagsschule.

Die Stadt war im zweiten Anlauf mit ihrer Bewerbung, mehr Grün in das Stadtbild zu bringen, in das Förderprogramm „Zukunft Grün“ aufgenommen worden, das hohe Fördersummen für eine Umgestaltung in Aussicht stellt. Insbesondere soll eine engere Verbindung zwischen dem größten „Grün“ im Stadtgebiet, dem Südpark, zu den Bewohnern hergestellt und zudem das Erscheinungsbild den Wünschen der Bürger angepasst werden.

Doch hier zeigte sich schon eine große Spanne zwischen den Vorstellungen des Landschaftsarchitekten Jürgen Wagner und den Wünschen, die die Workshop-Teilnehmer geäußert hatten. Wagner, der ja die Vorstellungen der Stadt in seine Planungen miteinbezog, sah eine Attraktivitätssteigerung mit einem weiteren multifunktionalen Spielfeld, die teilweise Asphaltierung von Wegen oder auch die Vorbeiführung des Regionalparkweges im Vordergrund. Dagegen standen jedoch die von den Bürgern geäußerten Vorstellungen eines Südparks ohne überdimensionierte Grillplätze als vorrangiger Aufenthaltsort für Kelsterbacher, bis hin zur Umgestaltung in ein großes Biotop.

Zur Einführung erläuterte Bürgermeister Manfred Ockel die Idee der Gesamtkonzeption für einen Südpark mit hoher Attraktivität. Hier verwies der Rathauschef auch auf den im Sommer eingeführten Ordnungsdienst von einem privaten Sicherheitsunternehmen.

„Wir haben im Rahmen der Überwachung 70 Platzverweise ausgesprochen, bei fünf musste die Polizei zu Hilfe gerufen werden“, erklärte Ockel. Diese Überwachung habe auch eine beträchtliche Entspannung bei der Parksituation mitgebracht. „Um ein Ordnungsgeld anwenden zu können, bedarf es jedoch einer Satzung. Diese wollen wir bis zum Sommer umgesetzt haben“, betonte Ockel und verwies auch auf einen angedachten Leinenzwang für Hunde im Südpark.

Landschaftsarchitekt Jürgen Wagner stellte das Ergebnispapier „Strukturierung und Bewertung der eingebrachten Beiträge“ vor. Es enthielt mit „Spielen“, „Infrastruktur“ und „Ausstattung“ drei Schwerpunkte.

Ganz oben stand das Themenfeld „Durchführung von Sport- und Kulturveranstaltungen“. Hier wurden Open-Air-Events, Jazzfrühstück, aber auch Fronleichnamsprozession, Walken, Crosslauf und Jugendaktivitäten genannt. „Das ist alles im gewissen Rahmen machbar“, so Jürgen Wagner.

Einem gewünschtem Wassertretbecken erteilte er eine Absage, da hier die große Gefahr bestehe, dass durch Vandalismus immer wieder Glasscherben in das Becken gelangten und somit eine stetige Kontrolle erforderlich wäre. Für den Aufbau einer zusätzlichen Multifunktionsanlage mit Badminton, Volleyball und Fußball sah Jürgen Wagner im hinteren Bereich Platz. Eine von Jugendlichen gewünschte Skateranlage soll zunächst zurückgestellt werden, bis die Asphaltierung des Hauptweges erfolgt ist – dieser soll nämlich von den Skatern teilweise mit genutzt werden.

An den Grillplätzen schieden sich dann die Geister. Eine Sanierung ist unumgänglich, will man diese in derzeitigem Umfang und Größe weiter so erhalten. Hier führte Bürgermeister Ockel auch die Nutzung durch in Kelsterbach ansässige Firmen oder Vereine an, was auf wenig Akzeptanz stieß. Befürwortet wurden die Vorschläge Kräutergarten, Baumpfad, Insektenhotel oder auch

„Grünes Klassenzimmer“

. Markus Egger von der Jugendförderung will Wünsche der Jugend mit einbringen. Gernot Steinbrück hätte aus dem Südpark am liebsten ein großes Biotop gemacht. „Wir haben hier im Umfeld so viel Dreck in der Luft, da wäre eine solche grüne Oase das Beste für die Menschen“, so Steinbrück. Im Frühjahr soll nun ein Umsetzungskonzept präsentiert werden.

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