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Unnötiger Strafstoß bringt den Aufsteiger aus dem Spiel

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Von: Christian Neubauer

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War enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft: Kelsterbachs Trainer Ralf Horst.
War enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft: Kelsterbachs Trainer Ralf Horst. © Marcel Lorenz

So wird das nichts mit dem Klassenverbleib in der Fußball-Hessenliga: Viktoria Kelsterbach war bei der 0:3-Heimniederlage gegen Borussia Fulda chancenlos.

Die Bilanz ist ernüchternd: Ein Punkt steht nach sieben Partien für Viktoria Kelsterbach im hessischen Fußball-Oberhaus zu Buche. Dass das vielzitierte „Abenteuer Hessenliga“ nicht einfach werden würde, damit hatten viele gerechnet – vor allem die Verantwortlichen der Viktoria.

Zuvor hielt das junge Team von Trainer Ralf Horst phasenweise mit der starken Konkurrenz mit. Gegen Fulda war allerdings ein Klassenunterschied erkennbar. Zu dominant agierten die Gäste, die ihrem Gegner in jeder Hinsicht überlegen waren. Kelsterbach konnte an diesem Tag nicht dagegenhalten.

Genau das war es, was Ralf Horst die Laune verhagelte. Konnte er sich in den vorangegangenen Partien – wenn auch nur mit geringem Erfolg, was die Punkteausbeute betrifft – darauf verlassen, dass sein Team die richtige Einstellung an den Tag legt, wurde der Kelsterbacher Trainer gegen die bärenstarke Borussia aus Fulda in dieser Hinsicht bitter enttäuscht. „Die Art und Weise hat mir gar nicht gefallen“, sagt Ralf Horst. Er prangerte die mangelnde Mentalität an: „Da müssen einige Spieler dran arbeiten.“ Sein ernüchterndes Fazit: „Das war unser schlechtestes Spiel.“

Zwei Minuten lang sah es so aus, als käme Kelsterbach gut ins Spiel. Manuel May verteilte im Mittelfeld einige Bälle, die Gastgeber waren noch aggressiv am Mann. Doch das erwies sich als Strohfeuer. Denn in der dritten Minute senste Atay Koustar den überragenden Fuldaer Leon Pomnitz im Strafraum um. Der Gefoulte verwandelte den Elfmeter zum 1:0. Und von Kelsterbach war in dieser Partie fortan nichts mehr zu sehen. Der Rückstand wirkte wie ein Nackenschlag, von dem sich der Aufsteiger nicht mehr erholte. Borussia Fulda hatte leichtes Spiel, konnte in Ruhe von hinten in aller Ruhe mit langen Pass-Passagen aufbauen und zeigte ihre ganze Klasse. Nach weiteren Chancen der Gäste folgte in der 35. Minute das 2:0. Nach Flanke von Ernst nickte Müller ein. Danach folgte die erste und einzige Torchance, als der Kelsterbacher Leo Hasenstab verzog (37.).

Auch im zweiten Abschnitt kam von Kelsterbach nicht mehr Gegenwehr. Nach 63 Minuten krönte Pomnitz seine herausragende Leistung nach einem starken Solo mit einem wuchtigen Schuss aus 17 Metern in den linken Winkel – 3:0. Diesen Vorsprung verwalteten die Gäste bis zum Schluss souverän.

Fuldas Trainer Thomas Brendel hatte sich die Aufgabe schwieriger vorgestellt. „Wir haben das Spiel 90 Minuten beherrscht. Das war eine richtig gute Leistung“, meinte der ehemalige Eschborner.

Dass die schwache Leistung der Viktoria mit dem Nachholspiel unter der Woche gegen Dreieich zusammenhängen könnte, wollte sein Gegenüber Ralf Horst nicht gelten lassen: „Ab der dritten Minute war das teilweise nicht Verbandsliga-tauglich.“ Der Trainer war aber auch selbstkritisch. Die eine oder andere Entscheidung, personelle Wechsel vorzunehmen, „muss ich mir ankreiden“. Aufgeben werde er aber nicht: „Wir müssen uns nun überlegen, wie wir die nächste Woche angehen.“ Es gelte sich nun aber zu sammeln, um es in Vellmar am Samstag besser zu machen. Passend zur schwächsten Leistung in der Hessenliga stand am Samstagabend die Einstandsfeier der Kelsterbacher auf dem Programm.

(cn)

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