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Judith Wagner benötigt jährlich Futter für rund 8000 Euro für die Verpflegung von Wildtieren im Tierschutzverein.

Keine leichte Aufgabe

Verein auf Spenden angewiesen: Tierschützer plagen Futtersorgen

Der Tierschutzverein muss im Jahr rund 8000 Euro für Futterkosten aufbringen. Keine leichte Aufgabe für Ehrenamtliche.

Kranke und verletzte Tiere werden von den Mitarbeitern des Tierschutzvereins hingebungsvoll und ehrenamtlich wieder aufgepäppelt, bevor sie wieder in die Freiheit entlassen werden. Doch das geht ins Geld: Rund 8000 Euro muss der Verein für Futterkosten im Jahr aufbringen.

Doch woher kommt das ganze Geld, das die Tierschützer aufbringen, damit ihren Patienten nicht der Magen knurrt? Einerseits gehen laut Vorsitzender Judith Wagner zu diesem Zweck das ganze Jahr über Spenden ein. Die jedoch reichen bei weitem nicht für die Anschaffung speziellen Wildtierfutters für viele verschiedene Tiere. Um das zur Verfügung stehende Budget aufzustocken, verdienen Vereinsmitglieder immer wieder ein paar Euro, wenn sie bei fremden Veranstaltungen die Bewirtung übernehmen.

Mit dem Kauf von einem speziellen Wildfutter ist es nicht getan. Immerhin nimmt der Tierschutzverein als ausgewiesene Wildtierstation ja nicht nur etwa Vögel auf, sondern auch alles andere Getier, das dringend Hilfe benötigt – da-runter beispielsweise Schwimmvögel, Eichhörnchen, Fledermäuse und Igel.

So ist der Tierschutzverein ständig mit vielen verschiedenen Futtersorten eingedeckt, die er über Zoogeschäfte, Hersteller und auch einige Spezialisten bezieht. Diese Sorten reichen von Frostfutter wie Heimchen und Grillen über Wachsmaden bis zu Katzenfutter in Dosen für die Igel. Auch spezielles Aufzuchtfutter für Jungtiere sowie Aufzuchtmilch zum Beispiel für kleine Eichhörnchen werden benötigt. So hatte das Jahr für die Tierschützerin mit aufgepäppelten Igeln begonnen, die bei ihr überwinterten und Ende April in die Freiheit entlassen wurden. Bereits Mitte April, als Wagner noch über die Igel wachte, trudelten bereits die ersten Jungvögel und Eichhörnchen-Babys bei ihr ein. Es gab keine Verschnaufpause – und Wagner als mehrfache Mutter ging einmal mehr einem Pflege-Fulltimejob nach. Mitunter schläft sie nachts kaum, weil ihre Schützlinge auch dann der Versorgung bedürfen. „Das wird im Herbst wieder passieren“, lächelt sie.

Zurück zum Wildtierfutter. Da die Wildtiere nicht vermittelt werden können, sondern wieder in die Freiheit entlassen werden, entfallen für den Verein etwaige Vermittlungsgebühren.

Finanziell ist er bei der Verköstigung seiner Gäste auf Spenden von Tierfreunden und Wildtierpaten angewiesen – wie unlängst von einem Kelsterbacher Unternehmen, das anlässlich seines 25-jährigen Bestehens 650 Euro durch eine Tombola einnahm und sie den Tierschützern speziell für die Wildtiere spendete.

Schon bald fallen wieder Einkäufe an wie Aufzuchtfutter für Körnerfresser, Pellets für Schwimmvögel und Aufzuchtsmilch für Säugetiere, aber auch Nüsse, Sämereien und Obst sowie Winterhackfleisch. Alleine für 25 Kilogramm Waldvogelfutter mit getrockneten Insekten zahlt der Verein 300 Euro. Dazu kommen

Ausgaben für Vitamine

und Spurenelemente.

Wer helfen möchte: Die Tierschützer nehmen gerne Spenden auf ihrem Konto DE66 50 85 25 53 00 05 00 39 75 bei der Kreissparkasse Groß-Gerau entgegen.

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