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Sandra Hausser steht vor dem Spielort ihres neusten Romans aus der Kommissarin Hannah Bindhoffer Reihe, der Rüsselsheimer Polizeidirektion. Hier hat sie intensiv für den Krimi recherchiert.

Literatur

Krimis aus der Heimat

Als Arzthelferin hat Sandra Hausser einen ganz bodenständigen Beruf – eigentlich. Denn seit ihrem 14. Lebensjahr schreibt die Raunheimerin in jeder freien Sekunde. Nun hat sie das dritte Buch ihrer Krimireihe mit Kommissarin Hannah herausgebracht.

Fröhlich blickt Sandra Hausser auf das Gebäude der Rüsselsheimer Polizeidirektion. „Hier habe ich für meinen neusten Roman recherchiert“, erzählt die Raunheimer Autorin. „Ich wurde herumgeführt und habe mit Kriminalbeamten aus der Mordkommission gesprochen. Mir wurden sogar die Zellen gezeigt“, freut sich Hausser.

Ihr neuster Kriminalroman, der Dritte aus der Reihe um Kommissarin Hannah Bindhoffer, mit dem Titel „Düstere Rache“ ist erst im September als Buch erschienen; als E-Book ist er bereits seit dem Sommer erhältlich.

Eine Bombe im Auto

Spielort des Rhein-Main-Krimis ist die Rüsselsheimer Polizeidirektion: Nachdem sie von Hamburg nach Rüsselsheim versetzt wurde, hat sich Kriminalkommissarin Hannah Bindhoffer an ihrem neuen Arbeitsplatz gegenüber dem Wohngebiet „Dicker Busch“ gut eingelebt. Umso schockierter ist sie über den Fund einer Bombe in ihrem Auto. Schnell wird die Jägerin zur Gejagten.

Ihre Krimis seien nicht blutrünstig, stellt Sandra Hausser klar. Trotzdem soll es möglichst realistisch zugehen. Deshalb hat die gelernte Arzthelferin, die noch immer stundenweise in einer Praxis in Rüsselsheim arbeitet, auch in der Gerichtsmedizin recherchiert. Und natürlich habe sie als Autorin den Anspruch, spannend zu schreiben.

Bereits mit 14 Jahren hat die Hessin mit dem Schreiben begonnen. Seit 1988 betreibe sie die Schriftstellerei intensiv, verrät die 49-jährige. Zunächst habe sie Kurzgeschichten verfasst. 2007 erschien dann ihr erstes Buch „Ohne Hintern wäre ich sexy.“ Wenig später kam das erste Kinderbuch der Autorin auf den Markt.

Der erste Band mit Kommissarin Hannah Bindhoffer erschien am 1. Mai 2017 – seitdem habe Hausser einen „Schreibflow“, sagt sie lachend. Denn nur wenige Monate später kam der zweite Band und nun der dritte Teil in den Handel.

Vielleicht liege das auch daran, dass sie sich gut mit der Kommissarin identifizieren könne. Sandra Hausser gibt zu, dass sie hin und wieder auch ein wenig von sich selbst in die Figur mit einfließen lasse. „Hannah reagiert in bestimmten Situationen so, wie auch ich reagieren würde. Durch sie lebe ich zudem einiges aus, was ich in meinem realen Leben nie tun würde.“

Demnächst Trebur

Auch ein viertes Buch mit der toughen Polizistin habe sie bereits im Kopf, berichtet die Raunheimerin. Spielort werde dann in der Nähe von Trebur sein. Überhaupt seien Orte die Inspirationsquellen für ihre Geschichten, erzählt die Autorin. „Ich blicke auf etwas, wenn ich durch die Gegend fahre und sofort fällt mir eine Story-Line ein. Oder eine Freundin berichtet mir von einem schönen Platz und ich beginne in meinem Kopf, eine Geschichte dazu zu erfinden.

So ähnlich sei es auch mit Kommissarin Bindhoffer und der Rüsselsheimer Polizeidirektion gewesen. „Das ist doch auch naheliegend. Ich lebe hier, ich kenne die Orte. Dann ist es klar, dass ich darüber am besten schreiben kann.“ Und dass es Krimis sind, sei für sie auch nur natürlich. „In dem Genre fühle ich mich am wohlsten“, sagt Sandra Hausser ehrlich.

„Wir haben uns sehr darüber gefreut, im neusten Krimi von Frau Hausser vorzukommen“, sagt Bernd Hochstädter, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Südhessen. Einige der Polizeibeamten, die Sandra Hausser während ihrer Recherchen in der Polizeidirektion Rüsselsheim kennengelernt habe, hätten den Roman bereits gelesen. „Sie haben mir gesagt, dass die Arbeit der Polizei so dargestellt wurde, wie es in der Realität ist. Das ist für uns toll, denn es stärkt auch den lokalen Bezug“, stellt Hochstädter fest.

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