Kunst, Lesungen und Theater

Die Treburer Theater Tage zeigen am 25. Juli als Teil von „TTT Privat“ den Mainzer Überzeugungshessen Jürgen Leber. „Think global – Act local“, also „global denken, lokal handeln“: Diese Devise

Die Treburer Theater Tage zeigen am 25. Juli als Teil von „TTT Privat“ den Mainzer Überzeugungshessen Jürgen Leber. „Think global – Act local“, also „global denken, lokal handeln“: Diese Devise könnte Pate gestanden haben für die Idee der Treburer Theater Tage-Crew, auswärtige Künstler an privaten Orten in Trebur zu präsentieren. Und auch wenn es diesmal kein privater Ort ist, so ist es doch einer, den Normalsterbliche nicht einfach so betreten dürfen. Der Bauhof Trebur wird dieses Mal seine Pforten für die Kultur öffnen, und die Besucher haben die Möglichkeit, diese Treburer Institution einmal in einem neuen Licht zu sehen.

Ausschlaggebend für die Ortswahl war die Kunstaktion am Schwarzbach, „Aussenlinie“, zu der Künstler ihre Werke von Ende Juni bis Ende September entlang des Schwarzbachs präsentieren. So gibt es nun einen Abend Kleinkunst am Schwarzbach, und zwar in Person des Mannes, der Asterix hessisch babbeln lässt. Jürgen Leber hat mittlerweile den zehnten Asterix-Band ins Hessische übersetzt. In seiner interaktiven Lesung lernen die Zuschauer alles über die Hessen, wie sie sind, warum sie so werden konnten und wieso es eigentlich keiner verhindert hat. Jürgen Leber nimmt sie mit auf eine Reise ins Herz von Hessen, dem Land von Kabbesbabbler, Kuttebrunzer, der Heimat von Ebbelwoi, Handkäs und Rippsche mit Kraut. Sie lernen die Grundzüge der hessischen Grammatik kennen. „De Genetiv iss bei uns net vom Aussterbe bedroht, den hat’s nie gebbe!“, erklärt Jürgen Leber.

Er liest auch aus dem zehnten hessischen Asterix, „Die Klaabankestadt“. „Julius Cäsar, der alde Babbsack, will des klaane, gallische Kaff, des wo mir all so guud kenne tun, endgültig platt mache. Mit Hilfe des Architekten Spachtelhannes soll in der Nähe des römischen Lagers Labbedrum eine neue Siedlung entstehen. Da wo kaa Sachse hause, sollen in Zukunft römische Zuwanderer ein neues Zuhause finden“, heißt es. Los geht es am Samstag, 25. Juli, im Bauhof Trebur, Außerhalb 45. Veranstaltungsbeginn ist um 20 Uhr. Eintrittskarten gibt es im Treburer Rathaus für 15 Euro im Vorverkauf, für 13 Euro für Inhaber der Ehrenamts-Card und für 17 Euro an der Abendkasse.

Die Veranstaltung ist Teil des Kultursommers Südhessen und wird vom hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert sowie von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen unterstützt.

(fnp)

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