Langer Vorlauf und wenig Gegenliebe

Das Thema Sportplatznutzungsgebühr kam in Dreieich im Jahr 2011 auf, als die Unternehmensberatung Kienbaum sämtliche städtischen Leistungen und Angebote untersuchte.

Das Thema Sportplatznutzungsgebühr kam in Dreieich im Jahr 2011 auf, als die Unternehmensberatung Kienbaum sämtliche städtischen Leistungen und Angebote untersuchte. Dabei attestierte Kienbaum der Stadt am Hengstbach in Sachen Bereitstellung von Sportanlagen ein überdurchschnittliches Angebot in Form eines „Rundum-Sorglos-Pakets“.

Das Stadtparlament beschloss dann im darauffolgenden Jahr, dass der Aufwand für die Unterhaltung und Pflege der städtischen Sportanlagen dauerhaft um 300 000 Euro im Jahr zu reduzieren ist. Von diesem Betrag sollten die Vereine vor allem die jährlich entstehenden Verbrauchskosten in Höhe von 140 000 Euro tragen – entweder mit Einsparungen im Nutzerverhalten oder mittels Gebühren für die noch anfallenden Kosten. Den Rest der Summe, also etwa 160 000 Euro, hatte die Stadt zu leisten. Die Gebühren wurden im Jahr 2014 erstmals erhoben.

Parallel erarbeiteten einige Vereine ein Konzept, um die Verbrauchskosten auf den städtischen Sportanlagen zu senken. Damit sollten 47 000 Euro generiert werden, um die Bemessungsgrundlage der Gebühren von 140 000 auf 93 000 Euro zu senken. Ende 2014 beschloss die Stadtverordnetenversammlung die heute geltende „Gebührensatzung für die Nutzung von Sportanlagen der Stadt Dreieich“. Seit dem Jahr 2015 galt eine Halbierung der Gebühren für die Jugendvereine.

Doch auch nach mehr als zwei Jahren Gültigkeit der Satzung findet sie trotz Mitwirkens der Vereine bei der Erstellung und trotz umfangreicher Einbindung über die Sitzungen der Sportplatzkommission keine Akzeptanz.

Dennoch hatte die Einführung auch positive Aspekte: In den vergangenen Jahren haben die Vereine kooperiert und es sind Spielvereinigungen entstanden.

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