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Leck in Gasleitung führt zu Großeinsatz

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Die Gasleitung liegt freigelegt im Boden (Symbolbild).
Die Gasleitung liegt freigelegt im Boden (Symbolbild). © Carmen Jaspersen

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Ein Leck in einer Gasleitung in Rüsselsheim hat am Dienstag einen Großeinsatz ausgelöst. Es wurde bei Arbeiten von einer Baufirma verursacht, die im Auftrag eines Telekommunikationsunternehmens so genannte Leerrohre mit einer Rakete unter der Fahrbahndecke durchschießen wollte und dabei die Gas-Hochdruckleitung traf und beschädigte, teilten die Stadtwerke Rüsselsheim mit. Die Arbeiter selbst bemerkten den Gasgeruch und alarmierten die Polizei, die eine erste großräumige Absperrung des Unfallortes vornahm.

Unterdessen lokalisierten  Feuerwehrleute anhand von Messungen des Gasgehaltes in der Luft den genauen  Ort der Leckage.  Der Bereitschaftsdienst der Stadtwerke  riegelte den Streckenabschnitt mit der defekten Leitung  ab, so dass ein weiteres Austreten von Gas unterbunden war.

Vorsorglich nahmen vier Messtrupps der Feuerwehr auch Messungen in den drei umliegenden Hochhäusern sowie im Supermarkt des gegenüberliegenden Einkaufszentrums vor, um auszuschließen, dass sich das Gas nicht über Kabelschächte oder Abwasserleitungen weiter ausgebreitet hat. Das war nicht der Fall. Da Gas leichter als Luft ist, entweicht es nach oben.

Der Bereitschaftsdienst der Stadtwerke Rüsselsheim rückte mit schwerem Gerät aus, um mit einem Bagger die Fahrbahndecke an der  Leckstelle aufzubrechen und im Schein einer provisorischen Flutlichtanlage die defekte Gasleitung frei zu legen. Diese Arbeiten dauern noch an.  Das Loch in der Leitung soll provisorisch geschlossen werden. Auf die Gasversorgung der Haushalte in der Nachbarschaft hatte die Leckage keinen Einfluss. Die Versorgung musste nicht unterbrochen werden.

Die Polizei war mit vier Fahrzeugen im Einsatz, die Feuerwehr mit zehn Fahrzeugen und 40 Einsatzkräften. Ausgerückt waren Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Rüsselsheim sowie der Freiwilligen Feuerwehren von Rüsselsheim, Haßloch, Bauschheim und Nauheim.

In den Leerrohren, die im Bereich im Hessenring durchs Erdreich geschossen werden,  sollen später die eigentlichen Telekommunikationsleitungen verlegt werden. Damit das Erdgas, das an sich geruchlos ist, bei einem Schaden wie dem im Hessenring sofort  vom  Menschen wahrgenommen wird, ist ihm ein penetranter Geruchsstoff beigemischt.

Die ersten Arbeiten an der Baustelle im Hessenring wurden gegen 19.15 Uhr beendet. Die lecke Gasleitung ist provisorisch repariert. Der Straßenabschnitt zwischen Virchowring und Liebigstraße bleibt bis auf weiteres für den Verkehr gesperrt.  Am Mittwoch wird die Leitung auf einer Länge von 1,50 Meter erneuert. Dazu sind umfangreiche Erdarbeiten erforderlich. Auch muss geklärt werden, wie die Verlegung der Leerrohre so erfolgen kann, dass eine erneute Beschädigung der Gasleitung ausgeschlossen ist.

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