Die O-Town Players vom CV Oppenheim sorgten mit ihrem Showtanz "Schlacht um Troja" bei dem Publikum für Entzücken.
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Die O-Town Players vom CV Oppenheim sorgten mit ihrem Showtanz "Schlacht um Troja" bei dem Publikum für Entzücken.

Fastnacht

Beim Anblick der Trojaner haut's die Frauen vom Hocker

Bei der Sitzung der Sandhasen gibt es geballte Männlichkeit auf der Bühne im Bürgerhaus Mörfelden.

Mörfelden-Walldorf - Micky-Mäuse, Panzerknacker, Cinderella sowie Pinocchio hatten sich zur ausverkauften Damensitzung des Fastnachtsvereins "Die Sandhasen" eingefunden. Einmal mehr ging es im Bürgerhaus Mörfelden unter den Augen von Gott Jokus rund. Etwa 400 Frauen, Damen, Weiber und Weibsbilder hatten sich dort unter dem Motto "Disney" eingefunden, um vier Stunden lang ohne männliche Begleitungen zu feiern und auf den Stühlen zu tanzen.

Unter der Leitung der neuen Sitzungspräsidentin Marion Zwilling wurden gleich zu Beginn ein paar neue Regeln aufgestellt. Unter anderem durfte nur gemeinsam mit kleinen Schnapsfläschchen auf die Tische gehämmert werden - außerdem waren sich alle Mädels darüber einig, jedem Künstler frenetischen Applaus zu spenden.

Tiefer Griff in die Trickkiste

Schon zum Auftakt wurde das weibliche Publikum von Jung bis Alt durch Gassenhauer der Band Take Four bei Sekt, Bier und Wein, die durch manche Kehlen flossen, in Feierlaune gebracht. Es dauerte nicht lange, da standen auch schon die ersten Besucherinnen in Erwartung eines vergnüglichen Abends auf den Stühlen. Da trat sie auch schon an: Die Tanzgruppe Melodies mit einigen jungen Männern, die mit ihrem Showtanz "Atlantis" Begeisterungspfiffe und donnernden Beifall erntete.

"Die Glocken von Rom" besingt Sascha Adam aus Frankfurt.

In die Trickkiste griff der Zauberer Alexander Gieß aus Pfungstadt. Er holte einige Gäste auf die Bühne und ließ mit ihrer Unterstützung verschiedene Dinge erst verschwinden, dann wieder auftauchen und verblüffte darum sein weibliches Publikum.

Mit ihrem umjubelten Showtanz "Schlacht um Troja" hatte das Männerballett O-Town Players vom CV Oppenheim ins Schwarze getroffen. Die Frauen im Saal kriegten sich im Anbetracht der strammen, gut gebauten und muskulösen Körper der Tänzer, die sogar mit einem hölzernen Pferd eingezogen waren, nicht mehr ein. Entzückt sowie hin und her gerissen von diesem Anblick verlor so manche Zuschauerin schier die Fassung.

Gut gebauter Travestiekünstler

Zu den Höhepunkten der Damensitzung zählt bekanntlich die Prämierung der schönsten Kostümgruppen, die sorgfältig von einer Jury ausgewählt werden. Die "Jeannies aus der Lampe" belegten vor den "Disney Chronicles" und "Alles steht Kopf" den ersten Platz. Alle drei Gruppen wurden mit kleinen Sachpreisen gewürdigt und jeweils ein Vertreter durfte die weitere Sitzung vom Komitee-Tisch aus verfolgen.

Den Jubel und die Heiterkeit hatte auch das Männerballett "Die Hechbachgörls" aus den Reihen der Sandhasen auf ihrer Seite. Nicht verwunderlich, denn die Herren brillierten mit akrobatischen Leistungen und schwangen auch mal mit den Hüften, bevor der Travestiekünstler Patrik Steinmann aus Mannheim zur Playback-Show einlud.

Das Damenkomitee begeistert mit seinem Showtanz "Pocahontas".

Den zweiten Teil des Abends eröffnete das Damenkomitee mit seinem Showtanz "Pocahontas", den das Publikum entsprechend würdigte. Die Band wartete mit einigen Schunkelliedern auf und half so, die wegen Erkrankung eines Künstlers ausgefallene Darbietung zu überbrücken. Schon ging es mit Rope-Skipping auf der Bühne weiter. Felix Rühl und Eric Seeger aus Rüsselsheim verstanden es beim Seilspringen, die Damen in ihren Bann zu ziehen. Ihr Herz jedoch eroberte danach Patrick Holbein. Er entkleidete sich während doppelsinniger Bewegungen bis auf den Slip und zeigte sogar sein halb entblößtes Hinterteil. Sehen lassen konnte sich auch der gut gebaute Travestiekünstler Sascha Adam aus Frankfurt, der die Frauen auf die Stühle steigen und schmachten ließ. Zum Abschluss gastierten unter Begeisterungsrufen die "Gummernboys" vom ACA Astheim mit einem Showtanz sowie der singende Pizzabäcker Fabio Gandolfo. 

Carmen Erlenbach

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