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Die Polizei stoppte auf der A5 einen Viehtransporter aus Osteuropa. (Symbolbild)

Fahrt beendet

Polizeikontrolle auf A5: Viehtransporter aus Osteuropa sofort gestoppt 

Ein Viehtransporter auf der A5 wurde von Polizeibeamten kontrolliert. Als die Polizisten die Papiere sahen, staunten sie nicht schlecht. 

Mörfelden-Walldorf – Am Mittwochnachmittag (17. Juli) kontrollierten Verkehrspolizisten auf der A5 einen leeren Viehtransporter aus Osteuropa. Zwei Fahrer waren mit dem Sattelzug von Südspanien nach Dänemark unterwegs. Während der Kontrolle mussten die Fahrer den Beamten ihr letztes Frachtdokument aushändigen. 

A5: Viehtransporter kontrolliert 

Dem Frachtdokument nach hatten die zwei Fahrer 170 Kälber aus den Niederlanden nach Südspanien befördert. Für die Transportstrecke von 1800 Kilometern benötigte der Sattelzug rund 20 Fahrstunden. Die Fahrer gaben an, eine einstündige Pause in Südfrankreich eingelegt zu haben, um die geladenen Tiere zu versorgen. Tatsächlich fuhr der Sattelzug jedoch ohne Pause zur Abladestelle. Die Fahrer könnten sich damit einer Urkundenfälschung strafbar gemacht haben – außerdem mussten die Kälber 20 Stunden in engstem Raum ohne Bewegungsfreiheit zusammenstehen.

Viehtransport: Vortäuschung von Sozialvorschriften

Auf der Fahrt wurde auch eine dritte Fahrerkarte von den beiden Fahrern benutzt. Offenbar wollten sie so die Einhaltung der Sozialvorschriften auf ihren persönlichen Fahrerkarten vortäuschen. Zur Sicherung des Strafverfahrens wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von jeweils 1000 Euro pro Fahrer erhoben. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen konnten die Brummifahrer mit dreistündiger Verspätung ihre Fahrt wieder fortsetzen.

A5 Gräfenhausen: Kleinlaster überladen 

Auch auf der A5 fiel den Beamten ein Kleinlaster mit Anhänger auf. Die Beamten bemerkten rasch eine Überladung des Gespanns. Sie betrug mehr als 10 Prozent. Darüber hinaus konnte der Fahrer seine Lenkzeit nicht ununterbrochen Nachweisen und überschritt mehrfach die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Die Weiterfahrt musste somit von der Polizei an Ort und Stelle untersagt werden.

marv

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