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Aktionstag für Generationen

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Mit großem Engagement für Flüchtlinge feiert die Generationenhilfe der Doppelstadt ihr Vereinsfest. Die Vorsitzende Claudia Köhler glaubt an das Erfolgskonzept des Vereins.

Von Marc Schüler

Die „Generationenhilfe“ der Doppelstadt hatte am Samstag einen Aktionstag auf dem Rathausplatz veranstaltet. Bereits zum fünften Mal seit der Gründung wurde dies erfolgreich zur Mitgliederwerbung genutzt.

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass mit diesem Aktionstag nicht nur viele Mitbürger auf die Generationenhilfe aufmerksam werden, sondern sich uns auch anschließen. Darum präsentieren wir uns immer wieder gerne jedes Jahr auf dem Platz vor dem Rathaus und stellen uns und unser Programm vor“, sagte die Vereinsvorsitzende und Mitbegründerin Claudia Köhler.

Während für die älteren Generationen eine reich gedeckte Kaffee- und Kuchentafel aufgebaut worden war, gab es auch Angebote für die Kinder wie etwa ein Fühlparcours oder Seifenblasen. 153 Mitglieder hat die Generationenhilfe seit ihrer Gründung 2009 gewonnen, am Samstag kamen noch ein paar hinzu. „Generationenhilfe wird immer nur mit älteren Menschen in Verbindung gebracht, dem wollen wir widersprechen und dies auch zeigen. Wir haben auch junge Menschen, die sehr engagiert sind und beispielsweise als Hausaufgabenhilfe einspringen“, so Köhler.

Punkte tauschen

Dass es an dem Konzept viel Bedarf und Interesse gibt, freut den Verein, dessen Konzept auf gegenseitige Hilfe ausgelegt ist. Für jede halbe Stunde Engagement sammelt das Mitglied einen Punkt, der im Bedarfsfall eingefordert werden kann. „Wir wurden schon als künstliche Großfamilie bezeichnet, und ich denke, diese Beschreibung trifft es ganz gut. Wir machen alles als Nachbarschaftshilfe, egal ob nun Hausaufgabenhilfe, Arztfahrten, Haushaltshilfe oder auch einmal eine Pflege, um Angehörige zu entlasten“, sagte die Vereinsvorsitzende weiter. Vor allem die Fahrten zu den Ärzten seien sehr gut nachgefragt. Dabei ginge es weniger um die Fahrt selber, als um die emotionale Unterstützung des Betreffenden.

Kritische Stimmen

Die Generationenhilfe verpasste es auch nicht, ihre Aktivitäten aus dem letzten Jahr darzustellen. Diese drehten sich vor allem um das Thema Flüchtlinge in Mörfelden-Walldorf, „ein nicht immer einfaches Thema“ , so Köhler. „Bei uns ist die Flüchtlingshilfe dazugekommen, und wir veranstalten jeden Mittwoch ein Begegnungs-Café im Hotel Albatros“, sagte Köhler. Da brächten nicht nur die Mitglieder etwas mit, sondern auch die Bewohner. Auch wenn es deswegen schon kritische Stimmen in der Doppelstadt gab, findet die Generationenhilfe dieses Engagement wichtig und verweist auf die Erfolge. So wäre zu Beginn dieses wöchentlichen Treffens die Kommunikation zunächst nur mit Händen und Füßen abgelaufen. Mittlerweile sprächen zahlreiche Bewohner aber auch schon gut die deutsche Sprache, so dass kleine Gespräche inzwischen gut möglich seien. Weiterhin engagierten sich hierbei einige Mitglieder des Vereins, damit noch mehr Bewohner die Sprache rasch lernten, so die Vereinsvorsitzende weiter.

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