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Beim Mörfelder Pokal gab es so manches Kunststück auf Kunst- und Einrädern zu bestaunen.

Wettbewerb im Kunst- und Einradfahren

Auch Mörfelden war im Pokalfieber

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Nicht nur das DFB-Pokalfinale ließ am vergangenen Wochenende die Herzen in der Region höher schlagen. Auch bei der SKV Mörfelden wurde um einen Pokal gekämpft, in den Disziplinen Kunst- und Einradfahren.

So manches Kunststück gab es beim Mörfelder Pokal der Radsportabteilung der Sport- und Kulturvereinigung (SKV) in der Kurt-Bachmann-Halle zu bestaunen. Es war die 33. Veranstaltung dieser Art, zu der die Gastgeber eingeladen hatten. Bei herrlichstem Wetter vermieden es viele Besucher jedoch, in der stickigen Halle Platz zu nehmen. Sie tummelten sich draußen bei Speis’ und Trank auf Bänken und warteten dort geduldig, bis ihr sportlicher Nachwuchs an der Reihe war.

Der Pokal wurde in den Disziplinen Kunst- und Einradfahren ausgetragen. Er zählte 130 Starter, aber inklusive Mannschaften 190 Teilnehmer nicht nur aus den Reihen der SKV, sondern aus ganz Deutschland. Auch eine Mannschaft aus der Schweiz war angereist.

Im Fokus des Wettkampfes stand das Fahren auf Einer-, aber auch das Zweier-Kunstradfahren sowie jeweils das Vierer- und Sechser-Kunstrad-, aber auch Einradfahren. Gewertet wurde je nach Altersklasse von den Jüngsten mit sechs Jahren bis zur Elite von etwa 30 Jahren.

Insgesamt waren rund 40 Helfer im Einsatz, die den Ablauf in der Halle regelten, Lizenzen kontrollierten, Wertungsbögen ausfüllten, aber auch für die Bewirtung sowie den Auf- und Abbau der Sportveranstaltung sorgten. Die Einnahmen kommen der SKV-Abteilung zugute. Denn es müssen einige Räder gekauft werden, von denen jedes etwa 2500 Euro kostet – außerdem kosten die Fahrt zur Deutschen Meisterschaft in Hamburg sowie die dortigen Übernachtungen Geld, das nicht vom Himmel fällt.

Zu den jungen Teilnehmern zählte die elfjährige Ricarda Ziegert aus Mörfelden. Sie begann erst im Sommer 2015 mit dem Einradfahren. Schuld sei ihre Mutter gewesen. Sie habe einmal beim Turnen den kleinen Dustin Lindner beim gleichzeitigen Training der Einradfahrer beobachtet und ihrer Tochter vorgeschlagen, sich diese Sportart auch mal näher anzuschauen.

Das tat Ricarda. Schon ein paar Tage später stand sie in der Radsportabteilung auf der Matte. Für das Training bekam sie ein Rad vom Verein geliehen. Sechs Wochen lang besuchte sie in den Sommerferien fast täglich das Training und entschied sich danach fest für diesen Sport. Im Februar 2016 nahm Ricarda erstmals an der Kreismeisterschaft teil und belegte auf Anhieb den ersten Platz im Einradfahren in der Altersklasse U 11.

Seither hat die Nachwuchssportlerin schon fünf Pokale geholt. Es wären eigentlich schon mehr, sofern es bei einigen Wettkämpfen nicht nur Urkunden gegeben hätte. Zum Mörfelder Pokal wurde sie von ihren Eltern begleitet.

Auch der zehnjährige Dustin Lindner zählte zu den Teilnehmern. Er ging gleich drei Mal an den Start – als Einzelkämpfer auf dem Kunstrad, aber auch in einer Vierer- und Sechser-Mannschaft im Einradfahren. Warum? „Weil es mir Spaß macht“, sagte Dustin lachend. Außerdem sei er gebeten worden, in den Mannschaften einzuspringen. Dustin betreibt diese Sportart seit drei Jahren. Sein Vater trainierte früher die Ex-Weltmeisterin Corinna Biethan aus den Reihen der SKV. Dustin ging regelmäßig mit und erlag dabei dem Zauber des Kunstradfahrens. Nicht verwunderlich, denn es liegt dem Knaben in den Genen. Schon sein Vater und Großvater waren Kunstradfahrer. Dustin setzt die Familientradition fort. Außerdem spielt er Einradhockey und frönt auch dem Turnen.

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