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Aufgestellte Insektenhotels kommen gut an

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Mit Insektenhotels wollen die Mitglieder von „Tierrecht EU21“ zur Artenvielfalt beitragen. Die kleinen Herbergen werden von den Insekten rege genutzt.

Der Verein „Tierrecht EU21“ hat im vergangenen Jahr in Mörfelden-Walldorf größtenteils auf städtischen Flächen 20 Insektenhotels aufgestellt. Diese befinden sich am Oberwaldberg, an der Allee der Bäume des Jahres, am Teich und auf den neuen Streuobstwiesen.

„Damit wollten wir den Kleinsten unter den Tieren ein sicheres Zuhause bieten“, erklärt Jutta Seidl, die stellvertretende Vereinsvorsitzende. Mörfelden-Walldorf böte ausreichend Naherholungsgebiete, welche die Kerbtiere und Schmetterlinge zum Leben bräuchten. „Wir wollten gegen das bedrohliche Insektensterben Zeichen setzen“, fügt Vorsitzender Volker Arndt hinzu.

Den Mitgliedern sei eine kontinuierliche Verbesserung im Umwelt- und Naturschutz ein großes Anliegen. In einer dicht besiedelten Region wie dem Rhein-Main-Gebiet dürften Einzigartigkeit und Schönheit von Naturlandschaften und die Bedürfnisse der Insekten nicht vergessen werden.

Kürzlich haben die Tierschützer ihre zum Teil mit Patenschaften unterstützten Gasthäuser für Insekten inspiziert und waren positiv überrascht. Bei einigen der 20 aufgestellten Mini-Häuschen sei „die Hälfte belegt“. Verschiedene Insektenarten seien im Frühjahr eingezogen und mittlerweile ausgeflogen. „Aufgrund dieser Vielfalt können Wald und Wiese nun wieder aufblühen“, sagt Rolf Weidenhammer, Gründungsmitglied der Tierrechtsorganisation. Auch dank der Kooperation mit dem städtischen Umweltamt könne von einem beachtlichen Erfolg gesprochen werden, der auf Nachahmer warte, um der Gefährdung der Artenvielfalt weiter Einhalt zu gebieten.

„Obwohl es hieß, es dauere lange, bis die ersten Insekten neue Unterschlupfmöglichkeiten annehmen, waren schon im vergangenen Jahr Familie Falter und Co. in unsere Herbergen eingezogen“, freut sich Volker Arndt. Daniela Rinkenberger von Greenpeace, die sich der Begehung angeschlossen hatte, lobte die Professionalität, mit der „Tierrecht EU21“ vorgegangen sei, als „vorbildlich“.

(red)

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