Ausstellung zum Holocaust-Mahnmal

Unter dem Titel „Das Holocaust-Mahnmal und wir“ wird am Samstag, 21. März, um 18 Uhr eine Ausstellung im Foyer des Walldorfer Rathauses eröffnet. Bis Freitag, 10.

Unter dem Titel „Das Holocaust-Mahnmal und wir“ wird am Samstag, 21. März, um 18 Uhr eine Ausstellung im Foyer des Walldorfer Rathauses eröffnet. Bis Freitag, 10. April, präsentieren der Fotograf und Künstler Salman Ezzammoury sowie der Stadtdichter von Wageningen, Laurens van der Zee, dort eine Schau über die Berliner Gedenkstätte für die Juden, die im Zweiten Weltkrieg den Tod fanden, und die Bedeutung des Mahnmals in der heutigen Zeit.

Seit 2005 stehen am Brandenburger Tor auf einem Feld mehr als 2700 dunkle Betonsäulen in unterschiedlichen Größen. Unterirdisch ist ein Erinnerungszentrum eingerichtet, das den Horror der Judenverfolgung im Zweiten Weltkrieg verdeutlicht. Die Anlage ist ein Entwurf des Amerikaners Peter Eisenman. Mit seinem Denkmal für die ermordeten Juden Europas, einem wellenförmigen Feld von Betonblöcken, will er die Gefühle von Isolation und Desorientierung der Opfer erfahrbar machen.

„Mein Besuch am Holocaust-Mahnmal hat mich sehr beeindruckt. Ich konnte die schrecklichen, unmenschlichen Handlungen nachempfinden. Diese Erfahrung möchte ich mit anderen teilen, um so an einer toleranteren und respektvolleren Gesellschaft zu arbeiten“, erklärt Salman Ezzammoury. In seinen Foto-Malereien versteht er es, den Kern dessen, was er in Gebäuden, Menschen und Situationen wahrnimmt, hervorzuheben. Als gebürtiger Marokkaner sieht er religiösen Extremismus und totalitäre Regierungen als Schreckgespenst.

Der italienische Schriftsteller Primo Levi hat als Überlebender von Auschwitz gesagt: „Es ist passiert, und folglich kann es wieder passieren.“ Ezzammoury bat den Musiker und Stadtdichter Laurens van der Zee, diese Botschaft mit Gedichten zu bereichern. In seinen Versen betrachtet van der Zee einfühlsam die Ausstrahlung des Monuments.

Die Ausstellung steht als Leihgabe zur Verfügung. Sie kann montags, dienstags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 18 Uhr im Rathaus Walldorf, Flughafenstraße 37, begutachtet werden.

(fnp)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare