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Solidarisch mit denen, die zwei Feuerwehren in der Doppelstadt favorisieren – eine Aktion der DKP/Linke Liste.

Bürgerentscheid am 16. Dezember

DKP/Linke Liste wirbt für zwei Feuerwehrstandorte in Mörfelden-Walldorf

Die DKP/Linke Liste warb mit einer kreativen Aktion für zwei Feuerwehrstandorte. Als Feuerwehr- und Weihnachtsmänner verkleidet, zogen sie mit Plakaten über den Weihnachtmarkt.

Zwei Feuerwehrhäuser, zwei Vereine oder in Zukunft alles von einem Standort aus? Das ist die große Frage, die sich die Bürger von Mörfelden-Walldorf für die Wahl zum Bürgerentscheid am 16. Dezember stellen. „Nicht nur die beiden Wehrführungen beider Stadtteile, sondern so gut wie alle Führungskräfte und die breite Mehrheit der Mannschaft haben sich für den Erhalt der zwei Gerätehäuser ausgesprochen“, behauptet die Bürgerinitiative „MöWa für Zwei“.

Auch die Fraktion DKP/Linke Liste hat ihre Zweifel an der geplanten Veränderung, welche von der Koalition aus SPD, Freien Wählern und FDP bereits angekündigt worden sei, als wäre sie beschlossene Sache, so die DKP/Linke Liste. Da nun aber der Weg für „Direkte Demokratie“, dem Bürgerentscheid, frei ist, riefen Gerd Schulmeyer, Vorsitzender der Fraktion, und Dietmar Treber, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DKP/Linke Liste, zu einer Demonstration auf mit dem Slogan „Ja beim Bürgerentscheid!“

„Schadet der Umwelt“

Viele solidarisierten sich und schlossen sich an. Nach einer Stärkung mit heißem Apfelwein ging der Demonstrationszug los quer über den Weihnachtsmarkt in Mörfelden. Verkleidet mit einem Mix aus Feuerwehr- und Weihnachtsmann-Kostümen, einer langen Leiter und einer großen Glocke, engagierten sich die Kommunalpolitiker außerparlamentarisch. Unter ihnen auch das Magistratsmitglied Alfred J. Arndt, nominierter Bürgermeisterkandidat, sowie der Bundestagsabgeordnete der Linken, Jörg Cezanne. „Ich sehe mich immer noch als Teil der Wählergemeinschaft DKP/Linke Liste“, erklärte Cezanne. Darum sehe er es als selbstverständlich an, solche Aktionen zu unterstützen, solange es sein Terminkalender zulasse. „Ehrlich gesagt, ich verstehe nicht, warum sich die Koalition gegen den erklärten Willen der Feuerwehr mit Gewalt durchsetzen will“, sagte er verärgert. „Der damit verbundene Aufwand scheint mir in keinem Verhältnis zu dem zu stehen, anstatt alles so zu belassen wie bisher.“ Sogar der BUND kritisiere das Vorhaben, auf der „Grünen Wiese“ Neubauten zu errichten, weil dies nachweislich der Umwelt schade, fügte der Abgeordnete des Deutschen Bundestags hinzu.

Eine gute Gelegenheit

Am Eingang der Gaststätte „Zum goldenen Apfel“ hängt ein großes Transparent des Flughafenbetreibers Fraport, das zu Werbezwecken aufgehängt worden war. Alfred J. Arndt zeigt sich darüber empört: „Mich stört, dass an einem städtischen Gebäude ein solches Transparent angebracht wurde, wohingegen ausgerechnet die Freien Wähler und die SPD durchgesetzt hatten, dass alle Transparente zum Flughafen von öffentlichen Immobilien abgehängt werden mussten.“

Im übrigen sei auch er für den Erhalt der zwei Feuerwehrhäuser. Ein „Ja beim Bürgerentscheid!“ unterstützte ebenso der parteilose Tim Beyermann, der auf der Wahlliste der DKP/Linke Liste als Nachrücker für die Stadtverordnetenversammlung fungiert. „Ein Weihnachtsmarkt so kurz vorm Zeitpunkt des Bürgerentscheids bietet sich geradezu an, unseren Standpunkt mit einer gezielten Aktion darzulegen, zumal die Bürgerinitiative ’MöWa für Zwei’ nicht mit einem Stand vertreten ist, wohl aber die Gruppierung, die für einen zentralen Standort wirbt“, schildert Beyermann.

(fnp)

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