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Bereit für den Start ins Leben

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Von: Carmen Erlenbach

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99 Abiturienten der Bertha-von-Suttner-Schule wurden bei der Feier in der Stadthalle Walldorf verabschiedet.
99 Abiturienten der Bertha-von-Suttner-Schule wurden bei der Feier in der Stadthalle Walldorf verabschiedet. © Carmen Erlenbach

Während einer akademischen Feier wurden die 99 Abiturienten der Bertha-von-Suttner-Schule verabschiedet. Schulleiterin Ute Zeller fand warme Worte und wünschte den jungen Erwachsenen alles Gute für das weitere Leben.

„Wir entlassen Euch heute in das wahre Leben.“ Mit diesen Worten verabschiedete Ute Zeller als Leiterin der Bertha-von-Suttner-Schule 99 Abiturienten. Erstmals hatte ein Jahrgang seit langer Zeit wieder zu einer akademischen Feier und einem Abiturball eingeladen.

Der Notendurchschnitt lag bei 2,48. Die besten Ergebnisse hatten Dominik Seng mit 1,0 erreicht, Vivian Häferer mit 1,1, Konstantin Klein und Alexander Fakiner jeweils mit 1,2. Fünf Schüler hatten ihr Abitur nicht bestanden.

Kein Platz war in der Stadthalle Walldorf frei geblieben, als die überwiegend in Gala gekleideten Abiturienten am Freitag unter Ovationen einzogen. Mit einem 21-köpfigen Komitee hatten sie die Feier sowie den anschließenden Ball ein Jahr lang vorbereitet.

„Ihr seid mein Jahrgang. Wir sind zusammen an die Bertha gekommen“, so Zeller bei der Begrüßung. Viele der Abiturienten kenne sie mit Namen. „Ein Stück meines Herzens wird mit Euch gehen.“ Jedoch wies sie auf einen weiteren Abschied hin, denn Oberstufenleiter Klaus Reichert-Girardin wird zum Schuljahresende die Einrichtung verlassen, allerdings aus Altersgründen.

Ein Novum

Zeller erinnerte daran, dass die 99 jungen Menschen die Abi-Bertha als erste bezogen hatten – und der Jahrgang erste ist, der sich nach langen Jahren für einen richtigen Abiturball entschieden hat. Zeller hoffte, dass die Abiturienten bereit seien, anderen Menschen Zeit zu schenken, um auf der Basis des Verstehens echte und begründete Entscheidungen zu treffen. Sie wünschte alles Gute für das weitere Leben.

Reichert-Girardin attestierte den Abiturienten eine fantastisch geleistete Arbeit. Der Notendurchschnitt der Klasse 13 d mit 1,95 liege über dem gesamten Durchschnitt des Abijahrgangs und sei ein Novum für einen Mathematik-Leistungskurs an der Bertha. Der scheidende Oberstufenleiter ging auf Veränderungen in der Gesellschaft und an Schulen seit den 1980er Jahren ein. Der Unterricht sei damals noch traditionell gewesen und der Gebrauch von Taschenrechnern im Unterricht heftig diskutiert worden. Geblieben seien Zukunftsängste ökonomischer Natur.

Starke Akzeptanz

Das Lernen an der Bertha erfordere ein hohes Maß an Empathie bei Schülern und Lehrern. Das junge Kollegium sei auf dem richtigen Weg, das beweise die starke Akzeptanz der Schule. Ihr pädagogisches Konzept sei häufig der Grund für Eltern, ihren Nachwuchs an die Bertha zu schicken. Der berufliche Werdegang sei heutzutage nicht mehr so planbar wie einst, weil heutzutage viel mehr Flexibilität verlangt werde. Dennoch habe die Mehrheit der Abiturienten klare und gute Ziele vor Augen.

„Bleibt optimistisch“, betonte Reichert-Girardin. Es gelte, mit Verstand und Herz neue Wege zu finden. Der Jugend obliege die Gestaltung der Zukunft. „Es wird Ihnen gelingen, diese Herausforderungen mit Respekt voreinander zu meistern.“

Zu den Gratulanten zählte auch Sandra Mangold vom Schulelternbeirat, die sich dem Thema Veränderungen widmete. Veränderungen gingen manchmal mit Ängsten einher. „Denken Sie nie, dass Sie Ihre Persönlichkeit anpassen müssen.“ Das Tempo von Veränderungen habe zugenommen. Sie appellierte, äußere Einflüsse stets kritisch zu beäugen.

Hans-Heinrich Viebrock sprang nicht nur für den verhinderten Bürgermeister Heinz-Peter Becker in die Bresche, sondern sprach auch als Vorsitzender des Fördervereins. Die Stadt sei stolz auf mehr als 1700 Schüler an der Bertha und rund 400 in der Oberstufe.

Untermalt wurde die akademische Feier von dem Sänger und Gitarristen sowie Mittelstufenlehrer an der Bertha, Siggi Liersch, den Schülerinnen Marieke Eisenkrämer und Alex Clare, die gemeinsam das Musikstück „Too Close“ darboten.

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