Erfolgreiche Premiere

Die „Bühne MöWa“ bietet erstmals einen Sketch-Abend an

Den Alltag für zwei Stunden einfach mal vergessen und herzhaft lachen. Das konnten die rund 90 Besucher beim Sketch-Abend mit der „Bühne MöWa“.

Der Verein „Bühne MöWa“ wagte sich in seinem Herbsttheater auf neues Terrain. So bot er dem gut gelaunten Publikum am Freitag- und Sonntagabend im Jugend- und Kulturzentrum (JuKuZ) in Mörfelden bei freiem Eintritt zwei kurzweilige Sketch-Abende unter dem Titel „Skätsch Abb“. Bisher hatte die „Bühne MöWa“ ausschließlich Theaterstücke aufgeführt.

„Sketche sind schwer zu spielen, das

Timing muss sitzen

“, so Ottmar Schaffner. Zusammen mit seinem Schauspielkollegen Alexander Daus hatte er die Leitung des Projekts übernommen. Seit den Sommerferien wurde fleißig im JuKuZ geprobt. „Wir bedanken uns ausdrücklich beim JuKuZ. Damit meinen wir die Möglichkeiten zur Probe, aber auch die JuKuZ Event AG, die bei der Technik mit Licht und Ton an beiden Abenden einen super Job gemacht hat“, sagte Schaffner. Ideengeberin für die Sketch-Abende war Schauspielerin Lena Heck, die auch in zahlreichen Sketchen mitwirkte, in denen sie zur Freude des Publikums serienweise Fremdworte durcheinanderwarf.

Das JuKuZ war am Sonntag mit rund 90 Personen voll besetzt. Der Abend begann mit einem Auftritt des verkleideten Alexander Daus, der sich hierbei nicht Horst, sondern „Heinz Schlemmer“ nannte. Bald wechselte Daus aber auf die Bühne und überließ seinen Schauspielkollegen Evelyn Schönhaber und Ottmar Schaffner die Moderation. Diese überbrückten die Umbauphasen auf der Bühne zwischen den Sketchen kurzweilig mit Gedichten, Wortspielen und Reimen.

Die Sketche standen unter dem Motto „Männer, Frauen und andere hessische Missverständnisse“. Schönhaber und Schaffner hatten in ihrer Anmoderation bereits darauf verwiesen, wie schwierig die Kommunikation zwischen Menschen sein kann. Das gilt offenbar erst recht, sofern sie nicht des Hessischen mächtig sind oder nicht dem gleichen Geschlecht angehören. Das wurde gleich im ersten Sketch deutlich, als Hans Kögler doch nur eine Tasse Kaffee bestellen, aber die von Antje Mauler gespielte Kellnerin ihm nur ein „Kännchen“ servieren wollte.

Die Sketche deckten viele Lebensbereiche ab: Ob Kirche mit Hans und Gisela Kögler, ein von Marc Hill gespielter verrückter Erfinder, am Frühstückstisch mit Sibylle Simon und Jürgen Majdanek oder die Fernsehsendung „Herzblatt“ mit den von Mia Rack, Lena Heck und Petra Thiele gespielten Kandidatinnen: Aus allem ließen sich gute Pointen zwischen den Geschlechtern machen. Jürgen Majdanek kam bei seiner dominanten Ehefrau (Sabine Posern), wenn überhaupt, nur selten zu Wort. Der von ihr herbeigeführte Besuch beim Arzt (Jonas Rossmann), um dort herauszufinden, was dem Ehemann fehle, endete jedoch anders, als von der Gattin geplant. So schlug sich der Arzt auf die Seite des Ehemanns.

Ähnlich erging es einer von Lena Heck gespielten Ehefrau vor Gericht, wo sich der Richter (Michael Schneider) verständnisvoll gegenüber dem von Alexander Daus gespielten Ehemann und dessen Wutausbrüchen positionierte. Zu oft hatte die Frau mit Fremdworten um sich geworfen und diese zielsicher verwechselt. Die von Olympia Kaiser gespielte Rechtsanwältin der Ehefrau verlor daher den Prozess gegen den von Christian Lenz dargestellten Anwalt der Gegenseite.

Das Publikum im JuKuZ hatte seinen Spaß, und die positive Resonanz spricht dafür, der gelungenen Premiere von „Skätsch Abb“ irgendwann eine Fortsetzung folgen zu lassen.

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